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Regenflut und Blitze: Viele Schäden durch Unwetter

Unwetter in Teilen DeutschlandsGroßansicht
Offenbach (dpa) - In manchen Orten goss es kübelweise: Unwetter mit Regenfluten und tausenden Blitzen haben in der Nacht zum Mittwoch in einigen Teilen Deutschlands viele Schäden verursacht.

Blitze setzten einige Häuser in Brand, die Bewohner konnten sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen oder kamen mit leichteren Verletzungen davon. Besonders hart trafen die Unwetter Nordrhein- Westfalen und Niedersachsen.

Ein mächtiger Gewitterkomplex hatte sich am Dienstagabend von Belgien über den Niederrhein nach Osten ausgebreitet. In nur 30 Minuten wurden fast 5000 Blitze registriert, sagte Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Mittwoch. Neben Regen, Hagel und Sturmböen seien senkrechte, trichterförmige Wolkenrüssel beobachtet worden, die Vorstufen von Tornados.

Der Regen-Spitzenreiter lag nach DWD-Angaben in Osthessen. An einer Station westlich von Fulda seien von Dienstagabend bis Mittwochmorgen 38 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das entspreche etwa der Hälfte des Juli-Regensolls, sagte Friedrich. In Nordrhein-Westfalen wurden die höchsten Mengen in Salzkotten mit 36 und in Niedersachsen mit 33 Litern pro Quadratmeter nahe Osnabrück gemessen.

Die nordrhein-westfälischen Feuerwehren mussten Sturmschäden beseitigen, Keller auspumpen und auch einige Brände bekämpfen. Drei Kinder wurden bei einem Blitzeinschlag in den Dachstuhl eines Wohnhauses in Lippstadt leicht verletzt. Umgefallene Bäume blockierten auf der A1 bei Leverkusen sowie auf der A44 bei Jackerath zeitweise den Verkehr.

Auf der Bahnstrecke Aachen-Neuss stürzte ein Baum in die Oberleitungen. Ein Güterzug raste gegen die Äste. «Dadurch wurde die Oberleitung auf mehreren hundert Metern beschädigt und auch die Maste», sagte Bahnsprecher Udo Kampschulte. Tausende von Pendlern müssen sich nun bis Freitag auf Behinderungen im regionalen Bahnverkehr einstellen. Auch in Niedersachsen hatten die Feuerwehren mit Bränden und Sturmschäden alle Hände voll zu tun.

Noch mindestens bis Donnerstag werde sich die unwetterträchtige schwül-heiße Luft über Deutschland halten, «die Wetterlage ist brisant», sagte Friedrich. Immer wieder können sich Gewitter bilden. Erst am Freitag kehrt Ruhe ein.

Unwetter / Wetter
22.07.2009 · 15:01 Uhr
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