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Reformer fordern Strategiewechsel der Linken

Linksfraktionschef Gregor Gysi ist mit seiner Partei unzufrieden.Großansicht

Halle (dpa) - Führende Vertreter des Reformflügels der Linkspartei haben sich der Kritik von Linksfraktionschef Gregor Gysi am Zustand der Partei angeschlossen und fordern einen Strategiewechsel.

«Die Diskussion darüber, wie wir aufgestellt sind, ist völlig gerechtfertigt», sagte der Vorsitzende der Linkspartei in Sachsen- Anhalt, Matthias Höhn, der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Donnerstag). «Wir können mit unserer strategischen Situation nicht zufrieden sein. Die Linke muss Motor sein. Dafür müssen ein paar neue Ideen her.» Höhn betonte allerdings, verantwortlich für die Krise sei nicht allein die Parteiführung, sondern die Partei insgesamt.

Auch der Bundestagsabgeordnete Jan Korte mahnte eine Strategieänderung an. «Wir brauchen einen Regierungswechsel im Bund hin zu Rot-Rot-Grün», sagte er. Dabei müsse die Linke «Garant dafür sein, dass Rot-Grün nicht wieder im Sozialabbau endet wie bei der Agenda 2010». Der stellvertretende Vorsitzende der linken Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, sagte in der «Mitteldeutschen Zeitung»: «Wir müssen zurück zur Politik, statt uns mit uns selbst zu beschäftigen.»

Parteien / Linke
14.10.2010 · 07:59 Uhr
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