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Reeder wollen Bundeswehr-Schutz auf Schiffen

Marine hält Piraten in SchachGroßansicht
Berlin (dpa) - Angesichts der Piratenüberfälle auf Handelsschiffe im Golf von Aden sprechen die deutschen Reeder und das Verteidigungsministerium über mehr Schutz durch Bundeswehr-Soldaten. Das bestätigte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

«Wir äußern uns aber nicht über Inhalte.» Dem Sender zufolge wollen die Reeder erreichen, dass künftig nicht nur Transporte von Hilfsgütern, sondern auch andere Handels- und Kreuzfahrtschiffe von Soldaten an Bord geschützt werden. Dazu gebe es seit rund einem Monat Gespräche des Verbandes Deutscher Reeder (VDR) mit Vertretern des Verteidigungsministeriums.

Mehrere tausend Soldaten beteiligen sich seit Monaten an den Anti-Piraten-Einsätzen vor der somalischen Küste. Bislang wurden sie meist nur dann auf Handelsschiffen eingesetzt, wenn diese Hilfsgüter transportierten. VDR-Hauptgeschäftsführer Hans-Heinrich Nöll sagte im NDR: «Soldaten auf zivilen Schiffen hätten eine noch größere Abschreckungswirkung als Marineschiffe allein, die in der Piratenregion patrouillieren.»

Zudem fordert der Verband, als Konsequenz aus der Entführung des Hamburger Frachters «Hansa Stavanger» neue Korridore für die Schifffahrt einzurichten, die von der Marine überwacht werden, beispielsweise entlang der ostafrikanischen Küste bis zu den Seychellen. Hätte es einen solchen Korridor schon vor drei Monaten gegeben, wäre die «Hansa Stavanger» mit fünf Deutschen an Bord wahrscheinlich nicht gekapert worden, sagte Nöll.

Konflikte / Piraten / Bundeswehr / Somalia
11.07.2009 · 14:55 Uhr
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