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Raumschiff fliegt an ISS vorbei statt anzudocken

Unbemannter Raumfrachter verfehlt ISSGroßansicht
Washington/Moskau (dpa) - Ein unbemanntes Versorgungsraumschiff ist kurz vor dem Andocken an die Internationale Raumstation ISS außer Kontrolle geraten. Der russische Raumfrachter «Progress 38» verfehlte die ISS bei seinem Anflug aus unbekanntem Grund um rund drei Kilometer.

Der Vorfall sei für die sechsköpfige Besatzung der Raumstation ungefährlich gewesen, teilte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos am Samstag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Systeme an Bord der «Progress» arbeiteten normal. Ein neuer Andockungsversuch soll an diesem Sonntag gegen 18.00 Uhr MESZ unternommen werden.

Der Autopilot des Weltall-Vehikels habe eine halbe Stunde vor der geplanten Andockzeit plötzlich versagt, erklärte die US- Weltraumbehörde NASA. Für die ISS-Besatzung sei es zu spät gewesen, die manuelle Kontrolle über den Frachter zu übernehmen, um ihn ins Ziel zu lotsen. «Die Crew berichtete, wie sie die "Progress" vorbeidriften sah», sagte ein NASA-Sprecher. An Bord der ISS halten sich derzeit drei russische Kosmonauten und drei US-Astronauten auf.

Ingenieure müssten nun die Ursache des Problems ermitteln, damit ein neuer Andockversuch innerhalb der kommenden 48 Stunden gestartet werden könne. Erst Anfang Mai sei bei einem Schwesterschiff ein Navigationsfehler beim Andocken aufgetreten, berichtete das Fachmedium «Space.com».

Der Transporter «Progress 38» war am Mittwoch vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur ins All gestartet, um rund zweieinhalb Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung auf die ISS zu bringen.

Raumfahrt / USA / Russland
03.07.2010 · 11:27 Uhr
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