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Raucher schauen aufs Geld: mehr Selbstgedrehte

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Wiesbaden (dpa) - Immer mehr Raucher drehen aus Kostengründen ihre Zigaretten selbst. 2011 wurden in Deutschland täglich 74 Tonnen Feinschnitt konsumiert, 2002 waren es erst 42 Tonnen gewesen.

Das berichtete das Statistische Bundesamt am Weltnichtrauchertag. Der Konsum von fertigen Zigaretten ging unterdessen zurück: von 398 Millionen Stück täglich im Jahr 2002 auf 240 Millionen im Jahr 2011.

«Im Wesentlichen dürfte vor allem eine Verlagerung des Zigarettenkonsums hin zu preisgünstigeren Tabakwaren stattgefunden haben, die aus unterschiedlich hohen Steuerabgaben resultiert», mutmaßen die Wiesbadener Statistiker.

Allerdings gibt es auch eine gegenläufige Tendenz: Teuere Zigarren und Zigarillos werden ebenfalls häufiger gekauft. 2002 gingen acht Millionen Stück am Tag in Flammen auf, 2011 zwölf Millionen. In Wirklichkeit dürfte der Tabakkonsum - vor allem bei Zigaretten - allerdings höher liegen, da unversteuerte Tabakwaren nicht in den amtlichen Daten enthalten sind.

Seit Anfang der 90er Jahre wurden in Deutschland in keinem Jahr mehr Zigarren, Feinschnitt und Pfeifentabak produziert als 2011 - die Statistiker berichteten am Donnerstag von einem neuen Höchststand seit 1991, als erstmals Ergebnisse für das wiedervereinte Deutschland ausgewiesen worden waren. Insgesamt wurden 220 Milliarden Zigaretten, 2,4 Milliarden Stumpen und Zigarillos, 532 Millionen Zigarren, 42 800 Tonnen Feinschnitt und 1100 Tonnen Pfeifentabak produziert.

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Gesundheit / Medizin / Rauchen
31.05.2012 · 10:21 Uhr
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