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Randale am Todestag eines 15-Jährigen in Athen

Fans von Panathinaikos Athen zeigen am 04.12.2010 ein Banner mit dem Konterfei des 15-jährigen Alexis Grigoropoulos, der von griechischen Polizeibeamten erschossen wurde. Foto: Intime/ Birntachas Dimitris

Athen (dpa) - Drei Jahre nach dem Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel ist es in Athen zu Ausschreitungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen.

Rund 200 Randalierer lösten sich am Dienstag aus einer friedlichen Demonstration von rund 2000 Schülern vor dem Parlament und bewarfen die Polizei mit Brandflaschen und Steinen, wie das Fernsehen zeigte. Die Polizei setzte kurzfristig Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben.

Zum Jahrestag des Todes des 15-Jährigen kam es auch in der Hafenstadt Thessaloniki, in Heraklion auf Kreta und in der Hafenstadt Patras zu kleineren Ausschreitungen. Am Abend wollten Autonome und linksgerichtete Gruppierungen demonstrieren. Die Polizeieinheiten blieben deshalb in Alarmbereitschaft.

Nach dem Tod des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos war Griechenland im Dezember 2008 von einer beispiellosen Gewaltwelle überzogen worden. Im Oktober 2010 war der Täter, ein heute 39-jähriger Polizist, von einem Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Proteste / Extremismus / Griechenland
06.12.2011 · 14:10 Uhr
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