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Rätselhaftes Fischsterben in Essens Baldeneysee

Angler wurden mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, bereits geangelte Fische nicht zu verzehren. Foto: Marius BeckerGroßansicht

Düsseldorf (dpa) - Die Ursache für das massenhafte Fischsterben im Essener Baldeneysee ist weiterhin ungeklärt. Es habe eine illegale Einleitung in den Zufluss Deilbach gegeben, sagte Markus Rüdel vom Ruhrverband Essen, und zwar am Ende des unterirdischen Bachlaufs.

Es habe sich um eine Lauge gehandelt. Der genaue Wirkstoff blieb zunächst unbekannt. Das Fischsterben habe aber aufgehört. Auch die Polizei hatte bis zum Samstagabend keine neuen Erkenntnisse. Ergebnisse sollen erst zum Wochenbeginn vorliegen.

Eine Gesundheitsgefahr für die Menschen in Essen und dem Ruhrgebiet bestehe nicht, betonte Rüdel. Die Wasserentnahmestelle des Ruhrverbands liege oberhalb der Stelle, wo die unbekannte Lauge eingeleitet worden sei. Die nächste Entnahmestelle sei einige Kilometer entfernt. Der Baldeneysee entstand in den 1930er Jahren durch eine Aufstauung der Ruhr. Er ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Das Fischsterben war am Freitag entdeckt worden. Am Samstag setzten die Einsatzkräfte die Bergung der Tierkadaver fort. Mehrere tausend Fische wurden eingesammelt. Eine genau Zahl konnten weder Feuerwehr noch Polizei nennen.

Der Deilbach durchquert ein Gewerbegebiet, wo er unterirdisch durch einen Kanal läuft. Eine Kläranlage gibt es nach Angaben des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums in diesem Bereich nicht. Erste Messungen hatten einen hohen pH-Wert ergeben, der nach Angaben der Polizei im Laufe des Freitags deutlich zurückgegangen war.

Kriminalität / Umwelt / Tiere
03.12.2011 · 16:20 Uhr
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