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Radioaktivität in japanischem Reaktor steigt massiv

Tokio (dpa) - Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Nummer 1 ist die Radioaktivität auf das 1000-Fache des normalen Werts gestiegen. Das berichtete die Agentur Kyodo am Samstagmorgen (Ortszeit) und berief sich auf die nationale Atomsicherheitsbehörde.

Es könne sein, dass Radioaktivität auch aus der Anlage ausgetreten sei. Der Premierminister Naoto Kan weitete den Evakuierungsbereich aus. Er forderte die Menschen in einem Radius von zehn Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor waren die Menschen bereits in einem Umkreis von drei Kilometern aufgerufen worden, ihr Haus zu verlassen.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA berichtete, Japan habe sich entschlossen, in dem Problemreaktor Druck abzulassen. Der kontrolliert freigesetzte Dampf solle gefiltert werden, um Radioaktivität in der Anlage zu halten. Nach einer Experteneinschätzung aus Wien ist es aber unwahrscheinlich, dass in solch einer Situation keinerlei Radioaktivität freigesetzt wird.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 hatte am Freitag in dem Atomkraftwerk dazu geführt, dass Hauptkühlsysteme und Stromversorgung in mindestens zwei Reaktoren ausfielen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, es bestehe eine ernste Situation. Im äußersten Fall sei auch eine gefährliche Kernschmelze in der Anlage möglich.

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IAEA-Mitteilung
Erdbeben / Atom / Japan
11.03.2011 · 23:33 Uhr
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