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Pussy Riot will mit Chodorkowski für Menschenrechte kämpfen

Macht er künftig gemeinsame Sache mit Pussy Riot? Ex-Kremlgegner Chodorkowski Foto: Kay Nietfeld/dpaGroßansicht

Moskau (dpa) - Die aus dem Straflager entlassenen Frauen der kremlkritischen Punkband Pussy Riot wollen mit dem Ex-Gefangenen Michail Chodorkowski gern gemeinsam für die Menschenrechte kämpfen.

«Es wäre für uns eine große Ehre, wenn wir irgendwelche Schnittpunkte in der Menschenrechtsarbeit fänden», schrieben die Aktivistinnen Nadeschda Tolokonnikowa (24) und Maria Aljochina (25) in einem Brief an den 50-Jährigen. Die Frauen hatten zuvor angekündigt, für bessere Haftbedingungen in Russland kämpfen zu wollen.

Der von Kremlchef Wladimir Putin am Freitag begnadigte Chodorkowski hatte bisher nur erklärt, sich für die Freilassung anderer politischer Gefangener in seinem Land einsetzen zu wollen. Eine politische Arbeit oder Unterstützung der Opposition lehnte er ab. Unklar war auch, ob und wann er nach Russland zurückkehren kann. Chodorkowski hält sich mit seiner Familie in Berlin auf, wie sein Sprecher berichtete.

Tolokonnikowa kündigte an, ihre Organisation für Gefangene in Russland «Sona Prawa» (deutsche: Rechtszone) nennen zu wollen. Sie war mit Aljochina am Montag im Zuge einer Amnestie freigekommen. Beide Frauen hatten unmenschliche Haftbedingungen beklagt. Die beiden Aktivistinnen wollen sich an diesem Freitag auf einer Pressekonferenz in Moskau noch einmal zu ihren Plänen äußern.

Justiz / Menschenrechte / Russland
25.12.2013 · 14:58 Uhr
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