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Pussy-Riot-Aktivistinnen wollen vorerst nicht in die Politik

Moskau (dts) - Die im Dezember aus russischer Haft entlassenen Mitglieder der Punk-Band Pussy Riot, Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, wollen vorerst nicht in die Politik. Noch hätten sie dafür nicht genügend Erfahrungen gesammelt, erklärten sie im Interview mit "bild.de". "Ich würde gern in die Politik, aber dazu muss ich auch etwas haben, was ich den Wählern anbieten kann", sagte Maria Aljochina.

"Die Menschenrechtsorganisation, die wir gerade aufbauen, kann dafür eine Basis sein. Daraus kann sich etwas entwickeln". Eine Ausreise aus Russland komme für die Aktivistinnen jedoch nicht in Betracht. Auch nach 22 Monaten in russischen Gefängnissen hätten sie noch nie daran gedacht, das Land zu verlassen. Vielmehr möchten sie Russland grundlegend verändern. "Wenn wir nichts in diesem Land verändern, wer dann? Und wir dürfen auch nicht zulassen, dass unsere Kinder in so einem Land aufwachsen", erklärte Aljochina. Den Austragungsort der olympischen Winterspiele, Sotschi, bezeichnete Nadeschda Tolokonnikowa als den Ort, "wo sich das teuerste und das verbrecherischste, was Russland zu bieten hat, derzeit befindet".
Politik / Russland / Musik
11.02.2014 · 16:15 Uhr
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