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Prüfer zu Chantals Tod: Schwere Pannen im Jugendamt

Mit Blumen und Kränzen geschmückt: das Grab der elfjährigen Chantal in Hamburg. Foto: Christian Charisius/ArchivGroßansicht

Hamburg (dpa) - Fünf Monate nach dem Methadon-Tod des Pflegekindes Chantal hat die Hamburger Behördenaufsicht ihren Bericht vorgelegt und dem Jugendamt schwere Versäumnisse vorgeworfen.

Die Drogensucht der Pflegeeltern, der schlechte Zustand der Wohnung und viele Hinweise von Nachbarn auf die schwierigen Familienverhältnisse - das alles sei den Mitarbeitern bekanntgewesen, schreibt die Innenrevision der Finanzbehörde in ihrem mehr als 70 Seiten langen Bericht.

Der Bericht wurde am Dienstag im Internet veröffentlicht. Große Teile wurden allerdings aus Gründen des Datenschutzes geschwärzt.

Chantal hätte gar nicht erst in diese Pflegefamilie kommen dürfen und sei dort von den Sozialarbeitern auch schlecht betreut worden, lautet das Fazit. Chantal war am 16. Januar in der Obhut ihrer Pflegeeltern an einer Überdosis des Ersatzstoffes Methadon gestorben.

Kriminalität / Kinder / Drogen
19.06.2012 · 17:28 Uhr
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