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Prozessfähigkeit des Schützen von Arizona fraglich

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Washington (dpa) - Das Gerichtsverfahren gegen den mutmaßlichen Todesschützen von Arizona könnte sich hinziehen. Ein US-Bundesrichter in Tucson ordnete am Mittwoch an, zunächst die Prozessfähigkeit des mental offensichtlich schwer gestörten Jared Loughner zu überprüfen.

Eine Anhörung am 25. Mai solle klären, ob der wegen Mordes angeklagte 22-Jährige geistig zu einem Prozess fähig sei. Der weitere Ablauf des Verfahrens sei bis dahin unklar.

Loughner wird zur Last gelegt, am 8. Januar sechs Menschen erschossen und eine US-Kongressabgeordnete schwer verletzt zu haben. Gabrielle Giffords hatte sich vor einem Supermarkt mit Bürgern aus ihrem Wahlkreis getroffen, als sich das Blutbad ereignete. Die Abgeordnete wurde in den Kopf getroffen, überlebte aber und befindet sich nach einem starken Gehirntrauma seit Wochen in einer Reha-Klinik. Neben ihr wurden zwölf weitere Menschen verletzt.

Wie bereits zuvor vor einem Gericht des Bundesstaates Arizona, das sich ebenfalls mit dem Fall beschäftigt, plädierte Loughners Anwältin Judy Clarke am Mittwoch im Namen ihres Mandanten auf «nicht schuldig».

Nach Augenzeugenberichten betrat der Angeklagte, dem die Todesstrafe droht, das Gericht in Sträflingskleidung und mit längerem Haar. Auf den Fotos nach seiner Verhaftung hatte er den Kopf fast kahlgeschoren. Unter den Beobachtern im Gerichtssaal seien auch Angehörige der Opfer sowie Loughners Vater gewesen.

Kriminalität / Kongress / USA
10.03.2011 · 10:30 Uhr
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