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Prozess zum Mordfall El-Sherbini hat begonnen

Dresden (dts) - In Dresden haben heute die Verhandlungen zum Mordfall an der Ägypterin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht begonnen. Die Staatsanwaltschaft betonte die niederen Beweggründe des russlanddeutschen Alex W., der die schwangere Ägypterin am 1. Juli im Landgericht mit 16 Messerstichen erstochen hatte. "Bloßer Hass auf Nichteuropäer und Moslems" sollen zu der Tat geführt haben, so Oberstaatsanwalt Frank Heinrich. Der Angeklagte, der vermummt im Gerichtssaal erschien, hat bisher von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht. Die Verhandlungen in Dresden, die unter dem Druck der Aufmerksamkeit islamischer Medien stehen, finden unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen statt. Rund zweihundert Polizisten sicherten heute das Gebäude ab, nachdem es im Internet bereits Mordaufrufe gegen den Angeklagten gegeben hatte. Auch ägyptische Medien hatten teilweise eine Todesstrafe für Alex W. gefordert. Der ägyptische Botschafter in Deutschland äußerte sich indessen mit Vertrauen in die deutsche Justiz. Er glaube, dass der auf 10 Tage angesetzte Prozess fair vonstatten gehen werde. Bei dem ursprünglichen Rechtsstreit zwischen der Getöteten und dem nun Angeklagten ging es um eine Beleidigung der 31-Jährigen von Seiten des Russlanddeutschen.
DEU / SAC / Ägypten / Mord
26.10.2009 · 18:24 Uhr
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