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Prozess um Concorde-Absturz aus dem Jahr 2000 beginnt

Pontoise (dts) - In der französischen Stadt Pontoise bei Paris hat heute der Prozess um den Absturz einer Concorde im Jahr 2000 begonnen. Fünf Mitarbeiter und zwei Mechaniker der US-Fluggesellschaft Continental Airlines, sowie zwei weitere Verantwortliche und ein früherer Mitarbeiter der französischen Flugaufsichtsbehörde müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Mit einem Urteil in dem Verfahren ist vermutlich im Juni zu rechnen. Am 25. Juli 2000 war eine Concorde-Maschine nur wenige Minuten nach dem Start in Paris abgestürzt und daraufhin in Flammen aufgegangen. 113 Passagiere, darunter 97 Deutsche, kamen bei dem Unglück ums Leben. Offenbar hatten kleinere Teile einer zuvor gestarteten Continental-Maschine auf der Fahrbahn gelegen. Beim Start der Unglücksmaschine seien diese dann aufgewirbelt worden und hatten einen Reifen der Concorde zerstört, dessen Teile wiederum den Tank der Maschine durchschlagen hatten. Schließlich habe sich das ausgetretene Kerosin entzündet und zu dem verheerenden Absturz sowie dem Brand geführt. Air France hatte bereits kurz nach dem Unglück alle Concorde-Flüge gestrichen, im Jahr 2003 wurde der komplette Betrieb der Maschinen eingestellt. Die Angehörigen der Opfer waren schon 2001 entschädigt worden, kaum einer wolle zum Prozess anreisen, um nicht an das Unglück erinnert zu werden, so der frühere Anwalt von 50 Familien der Hinterbliebenen.
Frankreich / Luftfahrt / Justiz
02.02.2010 · 13:56 Uhr
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