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Prozess gegen Ehefrau des «Sauerland»-Anführers

Ein mit einer Maschinenpistole bewaffneter Polizist während des Terrorismus-Prozesses gegen die islamische «Sauerland»-Gruppe (Foto vom 02.02.2010).Großansicht

Berlin (dpa) - Die Frau des Anführers der islamistischen «Sauerland-Gruppe» muss sich von heute an als Terrorhelferin vor dem Berliner Kammergericht verantworten.

Die Bundesanwaltschaft wirft der 29-Jährigen und einem 21 Jahre alten Mitangeklagten vor, die terroristischen Vereinigungen Islamische Jihad Union (IJU) und Deutsche Taliban Mujahideen (DTM) im Ausland mit Geld unterstützt zu haben. Außerdem sollen sie Propagandamaterial über das Internet verbreitet haben.

Der Mann der mutmaßlichen Terrorhelferin, Fritz Gelowicz, war im März vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Die Gruppe hatte 2007 Terroranschläge auf Diskotheken, Flughäfen und US-Einrichtungen in Deutschland geplant. Gelowicz und seine Komplizen waren 2006 in einem Terrorcamp der IJU ausgebildet worden.

Die terroristischen Organisationen verfolgen laut Bundesanwaltschaft das Ziel, Afghanistan mit Terroranschlägen von westlichem Einfluss zu befreien. Der Prozess ist zunächst bis März 2011 angesetzt. Ein dritter Mitangeklagter soll gesondert vor Gericht gestellt werden, er sitzt noch in Auslieferungshaft in der Türkei.

Prozesse / Terrorismus
05.11.2010 · 07:06 Uhr
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