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Protest gegen Stuttgart 21 vor der Tür von Mappus

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Stuttgart (dpa/) - Gegner des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 haben am Mittwoch vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich mehr als 1500 Menschen vor der Villa Reitzenstein.

Genau eine Woche nach Beginn der Abrissarbeiten am denkmalgeschützten Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs schwiegen die Demonstranten um 14.25 Uhr zunächst für eine Minute und machten anschließend ihrem Ärger lautstark Luft. «Lügenpack!» und «Mappus raus» skandierten sie - Mappus selbst war zu dem Zeitpunkt allerdings am Bodensee auf seiner Sommertour.

Unter dem Motto «Mappus, tritt unsere Argumente nicht mit Füßen» warfen die Demonstranten anschließend Schuhe auf das abgesperrte Gelände vor dem Eingang und klebten ihre auf Zettel und Pappen geschriebenen Argumente auf den Boden. Ein Redner kritisierte, Mappus habe die Projektkritiker zunächst nicht hören wollen und später kriminalisiert. «Wir haben die Schnauze voll von Ihrer ignoranten Haltung und den Unterstellungen, dass wir den Tod einer Frau zu verantworten hätten, weil wir angeblich einen Krankenwagen blockiert haben», sagte Christoph Reinstadler.

Er bekräftigte die Forderung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 nach einem sofortigen Baustopp und «einer vollständigen und lückenlosen Aufklärung über das Planfeststellungsverfahren». Nach der kurzen Demonstration zogen die Menschen wieder in Richtung Innenstadt.

Verkehr / Bahn
01.09.2010 · 15:41 Uhr
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