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Prominenz im Fußball-Fieber: Alle hoffen auf Sieg

Bundespräsident Christian Wulff will das WM-Halbfinale in der deutschen Botschaft in Paris verfolgen.Großansicht
Berlin (dpa) - Millionen Menschen pilgern auf die Fanmeilen im ganzen Land - und auch die Prominenz aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport fiebert im WM-Halbfinal-Knüller gegen Spanien mit der deutschen Nationalmannschaft.

«Ich schaue heute Abend Fußball in der deutschen Botschaft in Paris. Bei aller Freundschaft zu Spanien werde ich ganz stark darauf setzen, dass die Spanier uns nicht verübeln werden, wenn wir ins Finale kommen und uns dann auch die Holländer hoffentlich nicht verübeln, wenn wir das Finale gewinnen», sagte der neue Bundespräsident Christian Wulff.

Nach einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg reiste Wulff am Mittwoch zu einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy nach Paris weiter. Pünktlich zum Anpfiff um 20.30 Uhr will der höchste Repräsentant des Landes dann vor dem Fernseher sitzen.

Auch andere Prominente bevorzugen den ganz gemütlichen WM-Genuss. Sänger Heino ließ in einer dpa-Umfrage wissen, dass er in seinem Ferienhaus in Kitzbühel zusammen mit seiner Frau Hannelore dem deutschen Team gegen Spanien die Daumen drücken wird. Auch der deutsche Reggae-Star «Gentleman» will sich auf die heimische Couch zurückziehen. Das sicher aufregende Match in Durban soll ihm helfen, nach einer mehrtägigen und arbeitsreichen Reise zur Ruhe zu kommen.

Ehrensache ist es für Spitzensportler, dass sie sich Lahm & Co. ansehen. Basketball-Superstar Dirk Nowitzki unterbricht dafür extra Werbeaufnahmen in Hamburg. Franz Beckenbauer ist selbstverständlich im Stadion. «Wir brauchen keine Angst haben. Ich tippe auf 2:0 für uns», wagt der «Kaiser» eine Vorhersage.

Michael Ballack sieht aus der Ferne ebenfalls voller Optimismus zu. Nach der Rückreise aus Südafrika setzt der verletzte Kapitän seine Rehabilitation in Luxemburg fort. «Wir haben alle Chancen gegen Spanien, und die Mannschaft ist voller Zuversicht», sagte Ballack.

Das Biathlon-Team um Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner bangt beim Leistungstest in Schönau am Königssee mit. «Das wird eine ganz enge Kiste. Die Spanier sind schließlich keine Laufkundschaft, die man einfach so vom Platz fegt. Ich tippe auf ein 3:2», sagte Neuner.

Das WM-Gucken stärkt bei der Prominenz auch familiäre Beziehungen, die im Arbeitsalltag zu kurz kommen. Ernst Prost von Liqui Moly hat keinen eigenen Fernsehapparat und besucht deshalb seinen Patensohn im bayerischen Leipheim.

Auch im eher kleinen Kreis verfolgt Sänger Tony Marshall das Spiel. Bei einer Aufzeichnung der WDR-Sendung «Kölner Treff» in Köln will sich der Sänger die Partie mit seinem Manager Herbert Nold ansehen. Tony Marshall setzt klar auf Deutschland: «Sieg - egal wie.»

Auch Wirtschaftsbosse unterbrechen für das Revancheduell des EM- Finals 2008 ihren 16-Stunden-Tag. Telekom-Chef René Obermann will trotz einer aktuellen Klausur der Konzern-Spitze mitfiebern, wenn in Durban die Entscheidung um den Finaleinzug fällt.

Nur wenige zieht es auf die große Bühne. Der Chef des größten deutschen Handelskonzerns Metro Group, Eckard Cordes, will ganz Fan sein und die Arbeit einmal vergessen. Er mischt sich unters Volk beim Public Viewing in der Esprit-Arena in Düsseldorf.

Auf Deutschlands größte Fanmeile in Berlin zieht es den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Der SPD-Politiker war aber noch nicht ganz sicher, ob er sich zu den erwarteten 400 000 Fans gesellen kann. Termine auf der Modemesse Bread & Butter sind für Berlin und den Regierungschef in der Hauptstadt auch wichtig.

Fußball / WM / Fans / Fernsehen / Prominente
07.07.2010 · 15:28 Uhr
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