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Pro Bahn: Reisende nicht zu Geiseln machen

Passau/Berlin (dpa) - Der Fahrgastverband Pro Bahn hat angesichts des bevorstehenden Ausstands die Lokführergewerkschaft GDL dazu aufgefordert, künftig «andere Formen des Streiks» zu nutzen.

Der Streik sollte vor allem die Bahnunternehmen treffen und nicht in erster Linie die Fahrgäste, sagte Verbandschef Karl-Peter Naumann der «Passauer Neuen Presse» (Montag). «Es kann nicht sein, dass die Kunden von den Gewerkschaften als Geiseln genommen werden, obwohl sie eigentlich dieselben Interessen haben wie die Gewerkschaften.»

In einer Ausweitung der Streiks auf den Güterverkehr sieht der Fahrgast-Verbandschef die Gefahr, dass dies negativ auf die Lokomotivführer zurückschlagen könnte. Wenn der Schienenverkehr nicht zuverlässig laufe, würden nicht nur Fahrgäste, sondern auch die Unternehmen wieder verstärkt auf die Straße wechseln. Wenn es weniger Fahrgäste und weniger Fracht für die Bahn gebe, werde auch der Bahnverkehr abnehmen, und dann würden auch weniger Lokführer benötigt. Naumann: «Der Bahn droht eine Abwanderung von Kunden. Das könnte auch weitere Arbeitsplätze im Bereich des Schienenverkehrs kosten. Die Streiks wären dann kontraproduktiv gewesen.»

Tarife / Verkehr / Bahn
07.03.2011 · 22:21 Uhr
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