Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) will Finanzinvestoren an seinen Offshore-Wind-Projekten beteiligen.
Derzeit liefen erste Gespräche mit Interessenten, sagte Mike Winkel, Chef der E.ON-Konzerntochter Climate & Renewables, der "Financial Times Deutschland". Der Konzern, der in den nächsten fünf Jahren 7 Mrd. Euro in den Ausbau seiner Kapazitäten bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen investieren will, könne auf diese Weise noch größere Projekte anpacken. Der Energieversorger sei bereit, Minderheitsbeteiligungen an Windparks abzugeben, sagte Winkel.
Der größte Energieversorger Deutschlands hofft, dass sich Finanzinvestoren für diese Variante interessieren, um vom Umbau der deutschen Energiewirtschaft zu profitieren. E.ON hat dabei eher risikoscheue Investoren wie Pensionsfonds oder Rückversicherungen im Blick. Private-Equity-Unternehmen wie Brancor Capital oder Blackstone sind bereits bei Offshore-Wind eingestiegen.
Nach dem E.ON-Modell sorgt der Energiekonzern für die Entwicklung und operative Führung der Projekte und reserviert sich die Mehrheit der Anteile. Dank der Co-Finanzierung hofft Winkel, mit dem vorgegebenen Investitionsbudget von 7 Mrd. Euro größere Kapazitäten aufbauen zu können. So liegt allein die Investition für den geplanten Nordsee-Windpark Amrumbank West bei rund 1 Mrd. Euro. Er soll 2015 in Betrieb gehen.
Die Aktie von E.ON notiert aktuell mit einem Plus von 0,60 Prozent bei 16,82 Euro. (20.02.2012/ac/n/d)