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Premierentor für Gomez in einem großen Turnier

Stürmer Mario Gomez erzielte per Kopf den entscheidenden Treffer. Foto: Andreas GebertGroßansicht

Lwiw (dpa) - Geburtstagskind Miroslav Klose stand schon an der Seitenlinie zur Einwechslung bereit, da schlug Mario Gomez zu.

72 Minuten lang war fast nichts zu sehen gewesen vom Torjäger des FC Bayern - ehe der 26-Jährige zum EM-Auftakt gegen die starken Portugiesen mit einem Mal doch ins Rampenlicht durchstartete.

Der Kopfballtreffer des Stürmers zum entscheidenden 1:0 gegen die Portugiesen erlöste nicht nur Fußball-Deutschland, sondern war auch etwas ganz Besonderes für Gomez selbst: In seinem 53. Länderspiel war es nach der Flanke von Sami Khedira sein erster Treffer in einem großen Turnier. Und im 58. Pflichtspiel der Saison schon Tor Nummer 45 - eine bärenstarke Quote.

Dabei hatte im Vorfeld wenig für eine Aufstellung von Gomez in Lwiw gesprochen. Favorit für den einen umkämpften Platz im Sturmzentrum war Miroslav Klose. Doch Löws langjährige Stammkraft musste 80 Minuten lang von der Bank aus zusehen. Als Klose in der 72. Minute schon parat stand, traf Gomez - und Klose musste sich noch einmal hinsetzen. Zuvor war Gomez kaum aufgefallen - nur einmal richtig in der zweiten Minute mit einem Kopfstoß nach Flanke von Jerome Boateng.

Nach einer wiederum grandiosen Saison bei den Bayern hatte Gomez jüngst bekräftigt, die Chance auf einen Startelf-Platz wahren zu wollen. «Ich habe ein gutes Gefühl. Der Trainer hat es diesmal so schwer wie noch nie», erklärte der Münchner Angreifer noch am Tag vor dem ersten Gruppenspiel in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

So mancher im Umfeld hatte den Platz schon an Klose vergeben gesehen. Zwar habe er auch verfolgt, «dass in den Zeitungen längst zu lesen war, dass die Entscheidung zugunsten des 34-jährigen Altstars gefallen ist», bemerkte Gomez: «Für mich ist das nicht so klar - und für den Trainer auch nicht, so hat er es mir jedenfalls gesagt. Das gibt mir Hoffnung.»

Der Konkurrenzkampf zwischen beiden Stürmern verlaufe rein sportlich, unterstrich der Halb-Spanier. «Wir beide sind viel zu menschlich, als dass aus der sportlichen Rivalität ein Problem entstehen könnte», sagte Gomez und ergänzte: «Ich bin kein Roboter und bin auch keine Ratte.» Am Samstag war er endlich einmal der Turnierheld in der Nationalmannschaft.

Fußball / EM / Gomez / Deutschland
10.06.2012 · 20:58 Uhr
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