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Präsident der Familienunternehmer fordert Steuersenkung beim Soli

Berlin (dts) - Eine schrittweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags hat der am Donnerstag in München neugewählte Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer", Lutz Goebel, gefordert. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) nannte er es unverständlich, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trotz der höheren Steuereinnahmen für Entlastungen kein Spielraum sehe. "So geht es nicht. Natürlich muss den Bürgern etwas von dem zurückgegeben werden, was sie derzeit in einem beispiellosen Aufschwung verdienen."

Die Unternehmer seien über die Regierung Merkel nachhaltig enttäuscht, manche wünschten sich bereits die große Koalition zurück. "80 Prozent dessen, was im Koalitionsvertrags versprochen worden ist, findet nicht statt." Die FDP, der viele Unternehmer nahe stünden, sei in einem "katastrophalen Zustand". Heftige Kritik äußerte Goebel auch am Euro-Kurs der Bundesregierung. Statt immer mehr Geld in ein Fass ohne Boden zu pumpen, müsse es für Griechenland einen Schuldenschnitt geben, bei dem die privaten Gläubiger, vor allem die Banken, an den Kosten beteiligt würden.
DEU / Arbeitsmarkt / Finanzindustrie / Steuern / Parteien
12.05.2011 · 17:08 Uhr
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