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Porträts: Die Mitglieder der «Frankfurter Runde»

Christine Lagarde ist die erste Frau an der Spitze des Internationalen Währungsfonds. Foto: Ian Langsdon

Cannes/Brüssel (dpa) - Dies sind die Mitglieder der sogenannten «Frankfurter Runde», die eine zentrale Rolle bei den Bemühungen um die Stabilisierung des Euro spielt:

CHRISTINE LAGARDE (55), Direktorin des Internationalen Währungsfonds. Langjährige Finanzministerin Frankreichs, die makellos Englisch spricht und ebenfalls komplizierte finanztechnische Detailfragen versteht.

ANGELA MERKEL (57), deutsche Bundeskanzlerin. Sie vertritt die stärkste Wirtschaftsmacht im Kreis der 17 Euro-Länder. Deutschland trägt auch die Hauptlast der Finanzhilfen für bedürftige Euro-Mitglieder wie Griechenland, Irland und Portugal.

NICOLAS SARKOZY (56), Französischer Präsident. Das wirtschaftlich zweitwichtigste Land der Eurozone steht unter Druck: Ratingagenturen drohen mit dem Entzug der höchsten Kreditwürdigkeit Frankreichs. War während der Geburt seines Kindes in Frankfurt mit dem Euro befasst.

JEAN-CLAUDE JUNCKER (56), Premierminister Luxemburgs und Vorsitzender der Eurogruppe der Finanzminister. Das Kompetenzbündel auf Gipfelniveau, weil er komplizierte finanztechnische Fragen versteht und sogar erklären kann. Gilt als die Stimme der kleinen Euroländer.

HERMAN VAN ROMPUY (64), EU-Ratspräsident und Vorsitzender der Eurogruppe auf Ebene der Regierungschefs. Der Belgier ist Experte für Haushaltsfragen, still und dennoch durchsetzungsfähig. Dichtet Kurzgedichte nach japanischem Haiku-Vorbild.

JOSÉ MANUEL BARROSO (55), EU-Kommissionspräsident. Chef jener Behörde, die Vorschläge für Beschlüsse macht und auch für deren Umsetzung zu sorgen hat. Gegen Dominanz der Regierungen: Er dringt auf eine stärkere Rolle der EU-Institutionen.

MARIO DRAGHI (64), frischgebackener Präsident der Europäischen Zentralbank. Der Italiener steht vor den ersten Bewährungsproben als Nachfolger von EZB-Präsident Trichet. Unter anderem zuständig für mögliche Aufkäufe von Staatsanleihen der Krisenstaaten durch die EZB. Am Mittwochabend in Cannes wollte er sich wegen dringender Termine vertreten lassen.

EU / Finanzen / G20 / Gipfel
02.11.2011 · 21:57 Uhr
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