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Porträts: Ackermanns Erben

Anshu JainGroßansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Abschied von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann setzt der deutsche Branchenprimus auf ein Führungsduo aus Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Auch die Aufsichtsratsspitze wird mit Paul Achleitner neu besetzt. Ackermanns Erben:

ANSHU JAIN, 49 - der «Geldmacher». Viele Jahre verdiente der oberste Investmentbanker die Milliarden für die Deutsche Bank und wurde deswegen als Ackermanns Kronprinz gehandelt. Dass es zuletzt in der Sparte des smarten Inders nicht rund lief, kam bei Ackermanns letzter Bilanz im Februar ausführlich zur Sprache. Zugleich versicherte Ackermann, sein Vorstandskollege hätte in jedem Fall weiter «eine ganz prominente Rolle» in der Bank gespielt. Nach einer Station bei Merrill Lynch kam Jain 1995 zur Deutschen Bank nach London. Gemeinsam mit seinem Förderer Edson Mitchell machte er das Institut zu einer der führenden Investmentbanken weltweit. Ob er als Vorbereitung auf den Chefposten Deutsch lerne, wurde der Vater zweier Kinder immer wieder gefragt. Die Antwort des passionierten Cricket-Spielers: Ein breites Lächeln.

JÜRGEN FITSCHEN, 63 - der «Politiker». Der Firmenkundenchef ist in Wirtschaft und Politik bestens vernetzt. Als Gegengewicht zu Jain, so unkten viele, solle er als «Grüßonkel» die deutsche Öffentlichkeit beruhigen. Doch Jain und Fitschen verstehen sich als Team, daran lassen beide keinen Zweifel. Fast 40 Jahre alt war der Niedersachse Fitschen, als er von der Citibank zum größten deutschen Geldhaus wechselte. Seit 1987 arbeitet der Wirtschaftswissenschaftler für die Deutsche Bank. 2001 rückte der als loyal und beharrlich geltende Manager kurz in den Konzernvorstand auf, seit 2009 gehört der Vater zweier Kindern wieder dem Top-Führungsgremium an. Trotz seines Einsatzes rund um die Welt ist Fitschen Deutschland eng verbunden. In seinem Heimatort Harsefeld bei Hamburg baute er vor nicht allzu langer Zeit ein Haus, als Anlaufpunkt für die Familie.

PAUL ACHLEITNER, 55 - «Mann des Ausgleichs». Polternde Auftritte sind seine Sache nicht. Als Finanzvorstand von Europas größtem Versicherer Allianz sorgt Achleitner seit zwölf Jahren mit einer geschickten Anlage der Versichertengelder dafür, dass die Krisen der vergangenen Jahre seinen Arbeitgeber nicht aus der Bahn warfen. Für den Manager ging es früh steil nach oben: Achleitner studierte - wie Ackermann - in St. Gallen und wird später Deutschland-Chef von Goldman Sachs. Im Jahr 2000 holt der damalige Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle den Investmentbanker als Finanzchef nach München. Als Kontrolleur sitzt der Österreicher in den Aufsichtsräten von Bayer, Daimler und RWE. Bei der Deutschen Bank könnte er ein Gegengewicht zu Jain bilden.

Banken
31.05.2012 · 22:36 Uhr
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