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Porträt: Ursula von der Leyen - die Durchstarterin

Berlin (dpa) - Sie schwimmt auf einer Welle der Popularität: Bei Meinungsumfragen rangiert Ursula von der Leyen regelmäßig ganz weit vorn.

Die zierliche Frau übernahm Ende vergangenen Jahres überraschend das Arbeits- und Sozialressort und ist damit - jedenfalls gemessen am Etat von rund 140 Milliarden Euro - das Schwergewicht im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nun wird die jugendlich wirkende 51-Jährige schon als Nachfolgerin für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler gehandelt. Sollte sie sich durchsetzen, wären zwei der wichtigsten bundespolitischen Spitzenämter mit Frauen besetzt.

Auf die Frage, ob sie Interesse an dem überraschend frei gewordenen Amt des Staatsoberhauptes habe, antwortete sie am Dienstag ausweichend: «Es muss jetzt unter hohem Zeitdruck eine gute Lösung für dieses Land gefunden werden.» Und ergänzte auf Nachfrage: «Ich finde ganz wichtig, dass der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin ein hohes Vertrauen in diesem Land genießt.»

Dass sich die Selbstbewusste den Job in Schloss Bellevue zutraut, darf unterstellt werden. Von der Leyen gilt als durchsetzungsstark, ist manchen aber noch zu jung für das Präsidentenamt. Die gelernte Ärztin und siebenfache Mutter tritt eloquent und elegant auf - immer im schicken Hosenanzug. Sie kann sich in der trotz Wirtschaftskrise positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt sonnen. Auch beim Erhalt der Jobcenter sieht sich die Ministerin auf gutem Weg.

Schon in Niedersachsen legte die Tochter des früheren Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) eine Blitzkarriere hin. Nach nur kurzem Engagement in der Kommunalpolitik ernannte Regierungschef Christian Wulff (CDU) die Aufstrebende gleich zur Sozialministerin.

Bundespräsident
01.06.2010 · 22:50 Uhr
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