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Porträt: Thomas Sippel

Erfurt (dpa) - Nach außen wirkte Thüringens bisheriger Verfassungsschutz-Präsident Thomas Sippel beamtenmäßiger als sein umstrittener Vorgänger Helmut Roewer. Nach dessen Suspendierung im Juni 2000 übernahm Sippel im November die Behördenleitung.

Öffentliche Auftritte außer der Vorstellung des Jahresberichtes waren selten. Auch dabei hatte er sichtlich kein Problem damit, wenn der Innenminister den Hauptpart bestritt. Mit einer Reorganisation des Amtes brachte der 55 Jahre alte Sippel zumindest die im Jahr 2000 noch als «Skandalnudel» etikettierte Thüringer Behörde wieder aus den Schlagzeilen.

Der in Fulda geborene Sippel hatte seine Karriere 1987 beim Bundesamt für Verfassungsschutz begonnen. Dort war er unter anderem Referatsleiter für die Observation von Extremisten, Personalverantwortlicher und später für Grundsatzfragen zuständig. In Thüringen fiel die weitgehend verpatzte Suche nach dem 1998 untergetauchten Neonazi-Terrortrio nur zum kleineren Teil in seine Amtszeit.

Nach dem Auffliegen des Trios geriet Sippel aber bei der Aufklärung vor allem mit der fünfköpfigen Parlamentarischen Kontrollkommission aneinander, die sich zunehmend schlecht informiert und zum Schluss sogar hintergangen fühlte. Am Dienstag musste er seinen Posten wegen der Querelen räumen.

Extremismus / Kriminalität / Verfassungsschutz
03.07.2012 · 21:44 Uhr
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