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Porträt: Suu Kyi lehrt Juntageneräle das Fürchten

Manado (dpa) - Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist trotz jahrelangen Hausarrests für Millionen Menschen eine Hoffnungsträgerin. «Democracy-Lady» nennen die Menschen die 64-Jährige ehrfürchtig. Keiner traut sich in dem Polizeistaat, die Politikerin beim Namen zu nennen.

Junta-Chef Than Shwe soll einen solchen Hass auf sie haben, dass ihr Name in seiner Gegenwart nicht ausgesprochen werden darf. Mit ihrem eisernen Willen lehrt die zierliche Frau die Generäle seit mehr als 20 Jahren das Fürchten.

Suu Kyi erhielt 1991 den Friedensnobelpreis, mit dem das Komitee ihren friedlichen Einsatz für ein Ende der Militärdiktatur honorierte. Suu Kyi hatte zwar ein Jahr zuvor die Wahlen gewonnen, aber die Junta wollte nicht die Macht abgeben. Ruhig aber beharrlich bestand Suu Kyi jedoch darauf, Regierungschefin zu werden. Das Regime hielt sie stattdessen unter Hausarrest. In ihrem inzwischen fast baufälligen Haus in Rangun hat die studierte Politologin die letzten Jahre fast völlig isoliert verbracht.

Suu Kyi ist die Tochter des Unabhängigkeitshelden Aung San, der 1947 ermordet wurde, als sie noch ein kleines Kind war. Sie wuchs teilweise in Indien und Nepal auf, wo ihre Mutter Botschafterin war.

Suu Kyi studierte später Politik, Philosophie und Wirtschaft in Oxford. Sie heiratete einen britischen Tibet-Spezialisten und lebte lange in Bhutan. 1988 kehrte sie nach Birma zurück, um ihre kranke Mutter zu pflegen. Als die Junta in dem Jahr das Feuer auf demonstrierende Studenten eröffnete, ging sie aus Empörung in die Politik. Am Grab ihrer Mutter schwor Suu Kyi vor tausenden Anhängern, sich wie ihr Vater in den Dienst des Volkes zu stellen.

Menschenrechte / Birma
11.08.2009 · 08:56 Uhr
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