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Porträt: Souldiva und Queen of Pop

Whitney HoustonGroßansicht

Berlin/Los Angeles (dpa) - Whitney Houston zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten. Mit ihrer Ausnahmestimme eroberte die Sängerin in den achtziger Jahren das Herz Amerikas im Sturm.

Sie verkaufte mehr als 170 Millionen Alben und heimste unzählige Auszeichnungen ein, darunter sechs Grammys. Doch auf den grandiosen kommerziellen Erfolg folgte der Absturz von «America's Sweetheart»: Houston machte dann durch Drogenmissbrauch und ihrer Skandalehe mit R&B-Sänger Bobby Brown auf sich aufmerksam.

Am 9. August 1963 in Newark bei New York geboren, wurde Houston von großen Musikerinnen geprägt. Ihre Mutter sang im Hintergrundchor von Elvis Presley, ihre Cousinen Dionne und Dee Dee Warwick wurden Soul-Stars. Und ihre Patentante ist niemand Geringeres als Soul-Queen Aretha Franklin. Schon mit 14 hatte die kleine Whitney eine erste Plattenaufnahme und sang später mit ihrer Mutter in Nachtclubs. Als Fotomodel und schaffte sie es in die «Vogue» und auf das Cover der «Seventeen» - zu Zeiten als farbige Models noch eine absolute Seltenheit waren.

Bereits ihr Debütalbum, das schlicht ihren Namen trug, schlug 1985 ein wie eine Bombe. Gleich drei Songs wurden Nummer-Eins-Hits. Mit der darauffolgenden Platte «Whitney» gelang ihr als erste Künstlerin überhaupt der Sprung von null auf Platz eins der US-Charts. Houstons unverwechselbare Stimme, die drei Oktaven umspannte, begeisterte auch in Deutschland. «I Wanna Dance With Somebody» wurde hierzulande ihr erster Megahit, 1988 folgt der zweite mit der Olympia Hymne «One Moment In Time».

1992 heiratete sie den Rapper Bobby Brown, mit dem sie Tochter Bobbi Kristina (18) bekam. Mit «Bodyguard» startete sie an der Seite von Kevin Costner im selben Jahr ihre Filmkarriere. Der Streifen spielte weltweit 400 Millionen Dollar ein und der Filmsong «I Will Always Love You» avancierte zu einer der meistverkauften Singles aller Zeiten und wurde zum Liebeslied einer ganzen Generation.

2004 bekannte sie sich zu ihren Suchtproblemen. «Ich habe mir die Seele aus dem Leib gefeiert», sagte sie damals in einem denkwürdigen TV-Interview über ihre Alkohol- und Drogenexzesse. 2010 tourte sie nach elf Jahren wieder durch Deutschland, sorgte jedoch wegen ihrer heiseren und teils brüchigen Stimme eher für Mitleid und Buh-Rufe. Whitney Houston starb am 11. Februar in einem Hotel in Beverly Hills bei Los Angeles. Sie wurde 48 Jahre alt.

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Korr-Ausland / Musik
12.02.2012 · 13:13 Uhr
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