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Porträt: Reizfigur Josef Ackermann

Dieses Foto machte Geschichte: Josef Ackermann vor Beginn des Mannesmann-Prozesses im Düsseldorfer Landgericht (Archivfoto vom 21.1.2004).Großansicht
Frankfurt/Main (dpa) - Josef Ackermann ist wie kaum ein anderer Banker eine Reizfigur. Das Siegeszeichen des lachenden Schweizers im Mannesmann-Prozess gilt bis heute als Symbol von Arroganz.

An seinem Millionengehalt stoßen sich alljährlich die Massen, auch wenn es im vergangenen Jahr in der Finanzkrise um 90 Prozent auf 1,4 Millionen Euro einbrach.

Tatsächlich hat es Ackermann geschafft, dass die größte deutsche Bank bislang viel besser durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen ist als viele Mitbewerber. Und im ersten Quartal dieses Jahres konnte er zudem wieder einen Milliardengewinn verkünden, nachdem die Bank im Vorjahr den ersten Jahresverlust in ihrer Geschichte hinnehmen musste. Doch seine hohen Renditeziele sorgen für Kritik.

In der seit Sommer 2007 tobenden Finanzkrise setzte sich Ackermann, auch in seiner Funktion als Präsident des internationalen Bankenverbandes IIF an die Spitze jener Banker, die mit eigenen Regeln der Krise Herr werden wollten und wollen. Staatliche Hilfe für sein Institut lehnte er vehement ab: «Wir brauchen weiterhin kein Geld von der Regierung», betonte Ackermann nach dem Milliardenverlust 2008.

Josef Ackermann wurde im sagenumwobenen Heidiland in Mels in der Schweiz geboren. 1996 kam er zur Deutschen Bank, wurde dort binnen kürzester Zeit zum obersten Investmentbanker und verantwortete damit jenen Bereich, der dem Konzern jahrelang den Löwenanteil der Gewinne bescherte. Bereits im September 2000 wurde Ackermann offiziell als künftige Nummer Eins nominiert, im Mai 2002 übernahm er als erster Ausländer den Chefposten der Deutschen Bank.

Bundesregierung
26.08.2009 · 18:05 Uhr
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