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Porträt: Li-La-Lena - Sängerin mit Witz und Verstand

Ohne den nötigen Ehrgeiz hätte Lena Meyer-Landrut kaum «Unser Star für Oslo» werden und nebenbei noch Abitur machen können.Großansicht
Köln (dpa) - Lena Meyer-Landrut ist anders. Das Gefühl stellt sich ein, wenn man sie im Fernsehen sieht, und es bleibt so, wenn man sie außerhalb des Studios erlebt.

Sie wirkt dermaßen schlagfertig und keck, aber gleichzeitig natürlich, dass sich zwangsläufig die Frage stellt, ob sie das irgendwo trainiert hat. Die Antwort ist allem Anschein nach Nein - sie ist einfach die geborene Entertainerin.

Von Anfang an war die Schülerin aus Hannover, die am 23. Mai ihren 19. Geburtstag feierte, so eindeutig die große Entdeckung bei «Unser Star für Oslo», dass der Qualifikationswettbewerb dadurch fast langweilig wurde. Jury- Präsident Stefan Raab geriet ein ums andere Mal ins Schwärmen: «Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger...» Keine Frage, das Mädel kann singen. Der coole englische Akzent ist übrigens das Werk ihres Englischlehrers; selbst hat sie die Insel noch nie betreten.

Die Medien bauten «Li-La-Lena» zum Gegenpol der publicity-süchtigen Kandidaten beim RTL-Showhit «Deutschland sucht den Superstar» auf. Endlich mal eine Casting-Teilnehmerin mit Witz und Verstand - und obendrein noch Enkelin eines Botschafters im Ruhestand. Sie selbst verstärkte diesen Eindruck, indem sie Fragen zu ihrem Privatleben konsequent abblockte und immer mal wieder anklingen ließ, das Ganze sei für sie einfach nur Spaß.

Dann kam allerdings heraus, dass «Unser Star für Oslo» nicht ihr erster TV-Auftritt war. Bei RTL hatte sie schon mehrmals in kleineren Rollen mitgespielt, einmal auch unbekleidet in einer Liebesszene im Freibad. Das deutet darauf hin, dass sie doch einiges probiert hat, um ins Fernsehen zu kommen.

Ohne den nötigen Ehrgeiz hätte sie auch kaum «Unser Star für Oslo» werden und nebenbei noch Abitur machen können. Während die anderen nach dem Finale bei Raab feiern gingen, nahm sie noch schnell ein Video auf, und zwischen Klausuren und mündlicher Prüfung produzierte sie ihr erstes Album «My Cassette Player». Schon vorher landete sie mit drei Singles in den deutschen Top Fünf. Egal wie weit sie in Oslo kommt, eine Eintagsfliege ist sie nicht.

Musik / Medien / Fernsehen / Leute
29.05.2010 · 17:14 Uhr
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