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Porträt: Fredrik Reinfeldt

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Stockholm (dpa) - Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt (43) hat bei den letzten Wahlen 2006 die traditionelle Dominanz der Sozialdemokraten in Stockholm gebrochen.

Als Chef seiner Mitte-Rechts-Regierung legte der Wirtschaftswissenschaftler zunächst einen klassischen Fehlstart mit mehreren Ministerskandalen und erzwungenen Rücktritten hin. Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise ist Reinfeldts Popularität langsam, aber stetig gestiegen.

Der Vater von drei Kindern hat den Ruf eines leidenschaftslosen Technokraten, der leise Töne bevorzugt. Markanter und auch lautstärker äußert sich mitunter Reinfeldts Ehefrau Filippa (42), die als konservative Parteipolitikerin in Stockholm aktiv ist. Sie gilt als rhetorisch begabter.

Seiner Partei verordnete Reinfeldt nach Übernahme des Vorsitzes 2002 einen Stilwechsel von kräftig neoliberalen Parolen hin zu Bekenntnissen zu «sozialer Wärme». Er selbst bekannte sich zu den Grundlagen des sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates und warb damit erfolgreich für die Konservativen als «neue Arbeiterpartei».

Reinfeldt hat als Regierungschef an der traditionell liberalen Asyl- und Ausländerpolitik Schwedens festgehalten. In der Wirtschaftskrise verweigerte er zusammen mit seinem Finanzminister Anders Borg auch die massiv geforderte Staatsbeteiligung an den akut angeschlagenen heimischen Autoherstellern Volvo und Saab.

EU / Ratspräsidentschaft / Schweden
01.07.2009 · 15:42 Uhr
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