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Porträt: Ferdinand Piëch - VW-Strippenzieher

Ferdinand PiëchGroßansicht
Wolfsburg (dpa) - Der einflussreichste Mann bei Volkswagen heißt Ferdinand Piëch. Ohne den 72-jährigen Patriarchen läuft nichts in Wolfsburg. Der oberste Aufsichtsrat und vormalige VW-Chef wusste seine Macht bisher stets geschickt zu nutzen. Im Hintergrund zieht er strategisch die Strippen.

So war es beim Wechsel auf dem VW- Chefsessel von Bernd Pischetsrieder zu Martin Winterkorn und so dürfte es auch jetzt wieder gewesen sein, wenn Wendelin Wiedeking den Porsche-Chef- Sessel räumen muss. Der 72-Jährige hatte den Top-Manager öffentlich bloß gestellt.

Piëch - wie sein Cousin Wolfgang Porsche Enkel des Autopioniers Ferdinand Porsche - strebt seit Jahren die Schaffung eines riesigen, alle Mobilitätssparten umfassenden Autoimperiums an. Dieses Ziel - oft beschrieben mit dem Stichwort »Auto-Union» - dürfte nun von beiden Familien abgesegnet sein.

Dem gewieften Taktiker gelang es meistens, auch Widersacher hinter sich zu bringen - so den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, der den Porsche-Miteigentümer Piëch vor allem wegen der Doppelrolle als Kontrolleur und Großaktionär kritisiert hatte. Und auch die Belegschaft steht hinter Piëch. Man habe ja bisher keine schlechten Erfahrungen mit ihm gemacht, argumentiert der Betriebsrat.

Der 1937 in Wien geborene Piëch gilt als leidenschaftlicher Auto- und Technik-Besessener. Neun Jahre lang - von 1993 bis 2002 - stand er an der Spitze des Wolfsburger Autokonzerns, danach wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrats. «Autos bauen», nannte er einmal sein größtes Hobby. Und das hat er fast sein ganzes Leben lang getan.

Thema / Auto / Porsche / VW
23.07.2009 · 23:03 Uhr
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