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Porträt: Die Albrecht-Brüder

Essen/Mülheim (dpa) - Mit Pfennigbeträgen bauten Karl und Theo Albrecht ein Wirtschaftsimperium auf: Aldi, abgeleitet von Albrecht-Discount. Mit der Geschäftsidee, Waren in hoher Stückzahl zu kleinen Preisen zu verkaufen, wurden sie die reichsten Deutschen.

Die Brüder scheuten das Rampenlicht der Öffentlichkeit. Theo wurde 1971 entführt und kam erst nach 17 Tagen gegen ein Lösegeld von sieben Millionen Mark wieder frei.

Die Brüder übernahmen 1946 in Essen einen Lebensmittelladen von der Mutter. Sie hatte das kleine Geschäft aufgebaut, nachdem der Vater wegen einer Staublunge nicht mehr als Bergarbeiter tätig sein konnte und nur noch schlecht verdiente. Aus dem Laden machten die Brüder eine schnell wachsende Kette. Der erste Aldi-Markt wurde 1962 in Dortmund eröffnet. Ein straffes Sortiment und eine sparsame Einrichtung gehören zum Erfolgsrezept, das heute Exportschlager ist.

Die Brüder galten als Geheimniskrämer und veröffentlichen keine Konzernbilanzen. Strengere Gesetzesvorgaben sorgten vor einigen Jahren jedoch dafür, dass zumindest Zahlen von deutschen Regionalgesellschaften veröffentlicht werden.

Die Brüder teilten sich die Handelswelt 1961 auf: Während Theo bei Aldi Nord in Essen die Fäden zog, steht Karl für Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr. Über die Gründe, warum zwei selbstständige Unternehmen statt eines Konzerns aufgebaut wurden, kursieren lediglich Gerüchte. So wird gemutmaßt, dass ein Streit über den Verkauf von Zigaretten zur Trennung geführt haben soll. Bis heute gibt es Unterschiede im Sortiment und bei der Aktionsware.

Handel
28.07.2010 · 21:46 Uhr
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