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Porträt: Christian von Boetticher- Karriere im Eiltempo

Christian von BoetticherGroßansicht

Kiel (dpa) - Mit 28 EU-Abgeordneter, mit 34 Landesminister, mit 38 Chef der CDU-Landtagsfraktion in Kiel - blitzschnell ist Christian von Boetticher die politische Karriereleiter hochgeklettert.

Er galt bald als «Kronprinz» von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der zur Landtagswahl am 6. Mai kommenden Jahres nicht mehr antritt. Mit seiner Kür zum Spitzenkandidaten vor drei Monaten schien für den 40-Jährigen alles klar - bis seine Liebesaffäre mit einer 16-Jährigen publik wurde.

Private Beziehungen hatte der am 24. Dezember 1970 in Hannover geborene Rechtsanwalt bislang aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Zum Zeitpunkt der Affäre war er unverheiratet, selbst aus seiner Homepage und dem Handbuch des Landtages geht nicht hervor, ob sich das inzwischen geändert hat. Mitarbeiter beschreiben ihn als blitzgescheiten Schnelldenker und Workaholic.

Der 1,97-Meter-Mann mit dem korrekten Scheitel wurde nach der vorgezogenen Landtagswahl 2009 Fraktionsvorsitzender der CDU in Kiel. Nachfolger Carstensens als Landesparteichef wurde er im September 2010, nachdem das Landesverfassungsgericht eine Neuwahl bis Herbst 2012 angeordnet hatte. Anfang dieses Jahres preschte der Reserveoffizier und frühere Landwirtschaftsminister mit der Nachricht vor, er wolle sich im Mai zum Spitzenkandidaten nominieren lassen. Er ging damit in die Offensive, um Fakten zu schaffen und Spekulationen über mögliche innerparteiliche Konkurrenz den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Parteien / CDU / Schleswig-Holstein
14.08.2011 · 21:21 Uhr
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