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Porsche und VW sind seit Jahrzehnten verbunden

Ferdinand Porsche mit KäferGroßansicht
Stuttgart (dpa) - Porsche und VW haben eine lange gemeinsame Geschichte. Sie fängt beim Konstrukteur des ersten Volkswagens an und hört mit der künftigen gemeinsamen Entwicklung eines Hybrid-Motors und einer einheitlichen elektronischen Plattform noch lange nicht auf.

Der erste Volkswagen, der Käfer, stammte von Prof. Ferdinand Porsche, der den Wagen in Stuttgart konstruierte. Damit war der Grundstein der Zusammenarbeit gelegt. Aus VW-Teilen konstruierte nach dem Krieg sein Sohn Ferry Porsche in Österreich den ersten Sportwagen, der den Familiennamen Porsche trug. In Serie wurden die schnellen Flitzer aber dann in Stuttgart gebaut.

Es folgten gemeinsame Projekte, nämlich die 914er, 924er, und 944er Modelle, von einigen auch «Hausfrauen-Porsche» genannt. Auch den Vertrieb legten Porsche und Volkswagen in der Zeit von 1969 und 1974 zusammen. Porsche hat zudem die Volkswagen-Technologie über Jahrzehnte mitgestaltet. Im Porsche-Zentrum Weissach wurde vieles für Volkswagen entwickelt, worüber öffentlich nicht geredet wird. 1993 wurde Porsche-Enkel Ferdinand Piëch VW-Chef. 2002 wechselte er an die Aufsichtsratsspitze. 2005 stieg Porsche bei VW ein und wurde größter Aktionär vor dem Land Niedersachsen.

Auch die aktuellen Geländefahrzeuge Cayenne von Porsche und Touareg von VW sind gemeinsame Entwicklungen. Festgeschrieben ist die Zusammenarbeit bei der Rohkarosserie des Porsche-Viersitzers Panamera. Gemeinsames Entwickeln spart Milliarden, war die Devise der Porsche- und VW-Manager.

Die Erfindung des Käfers hat sich für die Familien Porsche und Piëch jahrelang gut ausgezahlt. Für jeden Käfer musste Wolfsburg eine Lizenzgebühr an Porsche abführen. Die Porsche-Holding in Österreich ist heute noch Generalimporteur für VW in Österreich und in einigen osteuropäischen Ländern.

Auto / Porsche / VW
23.07.2009 · 23:03 Uhr
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