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Polizisten in Belfast durch Schüsse verletzt

Krawalle in BelfastGroßansicht
Belfast/London (dpa) - Bei Ausschreitungen in der nordirischen Hauptstadt Belfast sind in der Nacht zum Montag drei britische Polizisten durch Schrotkugeln verletzt worden. Einer davon musste mit einer Armwunde stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Nach BBC-Informationen wurden insgesamt 27 Polizisten verletzt. Etwa 200 Leute hätten mit Molotow-Cocktails, Steinen und Flaschen geworfen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Plastikgeschosse ein. Mindestens ein Auto wurde in Brand gesetzt. Die pro-irische Partei Sinn Fein machte Abweichler aus ihrem Lager für die Krawalle verantwortlich.

Die Ausschreitungen entstanden, als die Polizei Vorkehrungen zum Schutz pro-britischer Protestanten traf, die in der Nacht zum 12. Juli traditionell Freudenfeuer abbrennen. Am 12. Juli gedenken die nordirischen Protestanten - die weiter zu Großbritannien und nicht zu Irland gehören wollen - der Schlacht am Boyne von 1690. Darin schlug der protestantische britische König Wilhelm von Oranien ein katholisches Heer zurück. Im Gedenken daran entstanden die nordirischen Oranierorden.

Nordirland / Konflikte / Großbritannien
12.07.2010 · 09:56 Uhr
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