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Polizeigewerkschaft sieht Gefahr durch 100 Islamisten

Berlin/Kiel/Düsseldorf (dpa) - Von mehr als 100 Islamisten in Deutschland geht nach Einschätzung der Polizeigewerkschaft eine Gefahr für Anschläge aus.

Diese Islamisten seien in ausländischen Terrorcamps ausgebildet worden, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, den «Kieler Nachrichten» (Donnerstag). «Wir sprechen bei diesem Gefährderkreis über mehr als hundert Personen.» Die Polizei werde alles tun, um sie überwachen. Wendt warnte aber: «Man darf sich nicht der Illusion hingeben, wir könnten jeden potenziellen Täter rund um die Uhr überwachen.» Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte vor einem Anschlag Ende November gewarnt und die Kontrollen bundesweit verstärkt.

Wendt warnte angesichts der neuen Lage vor überzogenen Sicherheitsmaßnahmen. «Zwar unterstütze er die Forderung des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann (CDU) nach mehr Polizeipräsenz in islamischen Stadtvierteln. «Aber Minister Schünemann muss erst einmal mit seinen Länderkollegen sprechen, die noch immer rund 9000 Planstellen streichen wollen», sagte Wendt am Mittwoch «Handelsblatt Online». «Wenn das passiert, sind alle richtigen Vorschläge Makulatur, denn es wird niemand da sein, der sie umsetzt.»

Innere Sicherheit / Terrorismus
17.11.2010 · 23:05 Uhr
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