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Polizeigewerkschaft lehnt «Profiling» ab

Bernhard WitthautGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft der Polizei lehnt die Einteilung von Passagieren nach Risikogruppen mit unterschiedlich scharfen Kontrollen ab: «Ich glaube, das ist ein Instrument, das bei anderen polizeilichen Einsatzsituationen sicherlich angebracht ist. Aber in diesem Fall überhaupt nicht».

«Ich denke, das passt in unser rechtsstaatliches System überhaupt nicht rein, und außerdem ist es für uns als Polizei so in dieser Form auch überhaupt nicht machbar.», sagte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin».

Sicherheit gehe natürlich vor, sagte Witthaut. «Ich halte aber dies Instrument Profiling in diesem Sinne nicht für ein Instrument, was die Sicherheit entsprechend heben würde.» Die Gewerkschaft sei überhaupt nicht damit einverstanden, Passagiere am Flughafen «zu rastern.» Besser wäre es, die Fluggastkontrollen zu entprivatisieren und dort Polizeibeamte mit einzusetzen. «Ich bin fest davon überzeugt, dass mit einem polizeilichen Auge viele Dinge eher ermittelt werden können, dass auf diesem Weg vielleicht auch eher Zusammenhänge erkannt werden.»

Der designierte Präsident des Deutschen Flughafenverbandes (ADV), Christoph Blume, hatte am Dienstag mit seinem Vorstoß, über das Profiling bei Fluggastkontrollen nachzudenken, breiten Widerspruch geerntet. Beim Profiling werden die Passagiere nach Kriterien wie Alter, Geschlecht und ethnischer Herkunft unterteilt und unterschiedlich scharf kontrolliert.

Innere Sicherheit / Terrorismus / Flughäfen
29.12.2010 · 09:14 Uhr
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