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Polizei warnt vor Überforderung ihres Personals

Konrad Freiberg in Sorge: Die Belastung für die Polizei habe «dramatisch zugenommen».Großansicht

Berlin (dpa) - Der scheidende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, hat angesichts der Terrorgefahr erneut mehr Stellen für Polizisten gefordert.

«Wir haben eine schwierige Haushaltslage, aber man muss deutlich hinzufügen, die Sicherheit ist wirklich ein Kernthema für die Menschen in unserem Lande», sagte Freiberg am Montag im ARD-«Morgenmagazin». So seien die Sicherheitskräfte heute schon nicht mehr in der Lage, die etwa 130 potenziellen Attentäter in Deutschland rund um die Uhr zu observieren. «Das ist, glaube ich, etwas, was wir den Bürgern nicht erklären können.»

Freiberg beklagte, dass die Polizei neben ihre regulären Aufgaben zuletzt immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber stand, etwa gesellschaftlichen Konflikten wie die tagelangen Atom-Proteste in Gorleben. Auch gebe es immer mehr gewalttätige Ausschreitungen gegen Polizisten. «Die Belastung hat dramatisch zugenommen. Wir haben höhere Krankheitsquoten, wir haben ein Burn-Out-Syndrom», sagte Freiberg. «Man darf die Polizei auch nicht überfordern. Das wird sich rächen, ganz ausdrücklich.»

Zuvor hatte bereits der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, geplante Kürzungen bei der Bundespolizei kritisiert. «Die Bundespolizei wird auf Dauer die Präsenz, die aufgrund der aktuellen Terrormeldungen erforderlich ist, nicht durchhalten können», sagte Oppermann ebenfalls im ARD-«Morgenmagazin».

Innere Sicherheit / Terrorismus
22.11.2010 · 10:05 Uhr
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