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Polizei stellt weiträumige Suche nach Mirco ein

Mirco verschwand am 3. September. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus und vermuten, dass der Täter aus der Region am Niederrhein stammt.Großansicht

Grefrath (dpa) - Mehr als vier Wochen nach dem Verschwinden des elfjährigen Mirco aus Grefrath hat die Polizei die weiträumige Suche nach dem Jungen vorläufig eingestellt. Nur im Falle neuer Hinweise solle die Suche wieder aufgenommen werden, teilte die Polizei mit.

Ab Mittwoch würden die Gewässer in der Nähe des Fundortes von Mircos Fahrrad noch einmal intensiv geprüft, indem Tauchergruppen Spuren suchen. Die Hinweisflut habe inzwischen deutlich nachgelassen, hieß es. Bis zum Abend waren 3500 Hinweise bei der Soko Mirco eingegangen.

Der blonde Junge war am 3. September verschwunden. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus und vermuten, dass der Täter aus der Region am Niederrhein stammt.

Am Dienstag setzten noch einmal zwei Hundertschaften die Suche nach dem Jungen fort. Die Helfer durchkämmten ein Waldstück südlich eines weitläufigen Freizeitparks in Wachtendonk am Niederrhein. Das Gebiet liegt knapp zehn Kilometer nordöstlich von der Stelle, wo das Fahrrad des inzwischen Elfjährigen gefunden worden war. «Wir werden nichts unversucht lassen», sagte ein Polizeisprecher.

Felder, Wiesen, Wälder und Gebäude: Mehr als 50 Quadratkilometer überwiegend unwegsames Gelände hatten die Helfer in den vergangenen Wochen zu Fuß und mit Hilfe von Spürhunden nach dem Jungen abgesucht. Zwei Tornado-Jets der Bundeswehr überflogen eine Fläche von rund 130 Quadratkilometern, machten Aufnahmen mit speziellen Wärmebildkameras. Taucher suchten das Flüsschen Niers ab - ohne Erfolg.

Derweil beschäftigen sich die 55 Beamten der Soko Mirco mit der Auswertung von Spuren. So waren auf der Kleidung des Jungen, die auf einem Parkplatz gefunden worden war, zahlreiche DNA-Spuren gefunden worden. In einer vierstündigen Aktion hatte die Polizei zudem an mehreren Stellen vorbeifahrende Fahrzeuge «geblitzt». Auch diese Bilder stünden zur Auswertung. «Wir sind nach wie vor guter Dinge. Die Arbeit geht gut voran», sagte der Polizeisprecher weiter.

Dringend gefragt seien weiterhin Hinweise zu einem dunklen Wagen, der am späteren Fundort von Mircos Fahrrad gesehen worden war. Generell könnte jede noch so kleine Auffälligkeit wichtig sein.

Kriminalität / Kinder
05.10.2010 · 19:21 Uhr
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