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Polizei macht Jagd auf Gangster in Kingston

Soldaten in KingstonGroßansicht
Mexiko-Stadt/Kingston (dpa) - Die jamaikanischen Behörden haben nach dem blutigen Kampf um das vom Drogenboss Christopher Coke beherrschte Armenviertel Tivoli Gardens die Jagd auf weitere 23 Gangmitglieder begonnen.

Sie waren, wie die Polizei am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, an den Kämpfen in West Kingston beteiligt, bei denen nach offiziellen Angaben mindestens 44 Menschen getötet wurden, darunter Polizisten, Gangster und unbeteiligte Einwohner.

Coke, den die Regierung an die USA ausliefern will, ist untergetaucht. Unterdessen erschossen Polizisten bei der Suche nach den Pistoleros in einem anderen Stadtteil drei junge Männer in deren Haus, wie die Zeitung «Jamaica Observer» berichtete.

Nach Presseberichten beruhigte sich die Lage am Mittwoch im Stadtzentrum der jamaikanischen Hauptstadt. Premierminister Bruce Golding erklärte jedoch, er erwäge, den in West Kingston geltenden Ausnahmezustand auch auf Stadtteile im nahen Spanish Town auszudehnen. Auch dort war es in den vergangenen Tagen zu Zusammenstößen und zu Todesopfern gekommen.

Armee und Polizei waren bei ihrem Angriff auf Tivoli Gardens auf den erbitterten Widerstand bewaffneter Söldner und Anhänger Cokes gestoßen. 211 Personen, meist junge Männer, wurden offiziellen Angaben zufolge festgenommen.

Jamaica Observer: http://dpaq.de/FqCzZ

Innere Sicherheit / Kriminalität / Jamaika
27.05.2010 · 07:51 Uhr
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