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Polizei kündigt konsequentes Vorgehen an

Castor-ProtestGroßansicht

Lüneburg/Gorleben (dpa) - Die Polizei will beim Castor-Transport nach Gorleben konsequent gegen mögliche Straftäter vorgehen. Das sagte Lüneburgs Polizeipräsident Friedrich Niehörster in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Er kündigte an, die Einsatzkräfte würden keine Straftaten wie etwa das Schottern der Gleise dulden - dabei holen Atomkraftgegner Steine aus dem Gleisbett, um den Zug so aufzuhalten. «Die Polizei wird sich beherzt dagegen stemmen», sagte der Polizeipräsident.

Niehörster hofft, dass der Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll bis Freitagmittag die deutsche Grenze erreicht. Begleitet von massiven Protesten war der Zug mit deutschem Atommüll am Mittwoch aus der Wiederaufarbeitung im französischen La Hague gestartet. Am Donnerstag legte er dann einige Kilometer vor der deutschen Grenze einen längeren Zwischenstopp ein.

Niehörster sieht die Polizei gut auf Protestaktionen vorbereitet. Er betonte aber auch: «Der Einsatzraum in Niedersachsen ist riesengroß. Man kann unmöglich wissen, wo die Protestszene ihre Akzente setzen wird.»

Im vergangenen Jahr hatte Greenpeace die Polizei mit einem umgebauten Bierlaster ausgetrickst und die letzte Etappe auf der Castor-Strecke ins Zwischenlager blockiert. Insgesamt sollen in diesem Jahr rund 19 000 Beamte im Einsatz sein, um den Transport in Deutschland zu sichern.

Atom / Transporte / Gorleben
25.11.2011 · 08:48 Uhr
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