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Politiker fordern Ablösung von HSH-Chef

Hamburg/Kiel (dpa) - Im Zusammenhang mit früheren riskanten Kreditersatzgeschäften der HSH-Nordbank haben Politiker im Norden die Abberufung des HSH-Vorstandchefs Dirk Jens Nonnenmacher gefordert.

Jeden Tag werde deutlicher, dass der Bankchef wie seine Vorstandskollegen tief in die riskanten Verlustgeschäfte der Bank verstrickt seien, sagte der Finanzexperte der Hamburger SPD-Bürgerschaftsfraktion Peter Tschentscher am Dienstag. Er verlangte vom Senat, endlich einzugreifen und die Ablösung Nonnenmachers zu veranlassen.

Diesen Schritt forderte auch der Vorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner. Sollten die neuen Vorwürfe zutreffen, müsse Nonnenmacher entlassen werden. «Was soll denn noch passieren, Herr Carstensen?» Der Ministerpräsident hatte sich zu Nonnenmacher bekannt.

Beide SPD-Politiker reagierten auf einen Bericht des Radiosenders NDR-Info, wonach der Vorstand der angeschlagenen Bank verlustreiche Geschäfte der Londoner HSH-Filiale selbst genehmigt haben soll. «Die Steuerzahler stehen für Milliardenverluste in der Vergangenheit gerade und tragen auch in Zukunft das Risiko für die Geschäfte der Landesbank», mahnte Tschentscher.

Für die Grünen in Schleswig-Holstein forderte die finanzpolitische Sprecherin Monika Heinold ebenfalls Konsequenzen. «Sollte es tatsächlich zutreffen, dass die Vorstände Nonnenmacher und Rieck die verlustreichen Omega-Geschäfte trotz deutlicher Warnungen genehmigt haben, müssten beide sofort entlassen und Schadensersatz geltend gemacht werden.» Gleiches gelte, wenn der Vorstand versucht haben sollte, Teile der Geschäfte vor der Aufsichtsbehörde BaFin zu verheimlichen.

Banken / Reaktionen
13.10.2009 · 14:56 Uhr
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