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Politik hat Vertrauen der Stadtwerke erschüttert

Aachen (dpa) - Der Energie-Kompromiss der schwarz-gelben Bundesregierung hat nach Angaben des Stadtwerke-Netzwerks Trianel das Vertrauen in die Politik erschüttert. Die Stadtwerke hätten im Vertrauen auf stabile Rahmenbedingungen investiert.

«Es wurden Anreize gegeben, dass wir investieren sollten. Jetzt haben wir das gemacht und jetzt stehen wir da wie die begossenen Pudel», sagte der Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, Sven Becker, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke wirkt sich auf den Markt für andere Energieträger aus. Becker sagte, ob und wie viele fossile Kraftwerke Trianel in Zukunft baue, hänge von der Stabilität der Rahmenbedingungen ab. «Und da sind wir extrem verunsichert, da es den Anschein hat, dass alle fünf Jahre die Bedingungen wieder verändert werden», sagte Becker.

Trianel ist mit 45 beteiligten Stadtwerken eines der großen Energie-Netzwerke in Deutschland. Es versorgt über fünf Millionen Menschen mit Energie. Trianel hatte in Hamm ein Gas- und Dampfturbinenwerk mit 840 Megawatt Leistung errichtet, baut ein Kohlekraftwerk in Lünen, plant ein Steinkohlekraftwerk in Krefeld- Lünen und investiert in den Off-Shore-Windpark Borkum II.

«Die Laufzeitenverlängerung bedeutet, dass die Wirtschaftlichkeit der Projekte leidet», sagte Becker. Durch die Laufzeitenverlängerung sei eine Wettbewerbsverzerrung entstanden, von der nur die vier großen Stromkonzerne profitierten. «Wir hoffen, dass es Nachbesserungen in Richtung mehr Wettbewerb gibt», sagte Becker.

Energie / Atom
09.09.2010 · 11:00 Uhr
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