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Politchaos behindert Säuberung vor Madagaskar

Türkischer FrachterGroßansicht
Antananarivo (dpa) - Ein handfestes politisches Chaos behindert die Beseitigung der Ölkatastrophe vor Madagaskar. Da bis Montagabend eine neue Koalitionsregierung gebildet werden soll, sind viele Zuständigkeiten innerhalb der Regierung nach Medienberichten vom Samstag ungeklärt.

Umweltschützer befürchten, dass das die Säuberung der ölverklebten Strände in Frage stellen könnte. Die Havarie des Tankers «Gulser Ana» hatte sich vor einer Woche vor dem nur schwer zugänglichen Südzipfel der Insel ereignet.

Das Umweltdrama in einer der ökologisch wertvollsten Regionen der Welt bedroht vor allem die Buckelwale, die gerade dort zum Kalben in ihre Winterquartierte vorbeiziehen. Das nationale Fernsehen hatte am Vorabend erneut Aufnahmen der pechschwarzen Strände gezeigt, auf denen auch zahlreiche tote Meerestiere zu sehen waren. Nach Medienberichten waren auch Buckelwale mit durch Öl und Diesel verklebten Atmungsorganen darunter. Meeresbiologen befürchten durch auslaufendes Öl zudem eine Blockierung der wichtigen Passage auf der Zugroute der Meeressäuger.

Die 189 Meter lange und 30 Meter breite «Gulser Ana» hatte nach Regierungsangaben knapp 40 000 Tonnen Phosphat und rund 700 000 Liter Öl geladen. Ein Großteil sei ins Meer geflossen. Der türkische Frachter stand nach offiziell unbestätigten Berichten auf einer Schwarzen Liste von Schiffen, die aus Sicherheitsgründen keine Häfen der Europäischen Union anlaufen dürfen. Die 23-köpfige Besatzung war nach Notrufen gerettet worden. Die Ursache der Havarie ist noch unklar. In ersten Berichten war von einem Brand an Bord die Rede.

Umwelt / Unfälle / Madagaskar
05.09.2009 · 13:45 Uhr
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