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Polen rügt deutsches EHEC-Krisenmanagement

Debrecen (dts) - Die polnische Regierung hat in der Krise um die EHEC-Infektionen scharfe Kritik am deutschen Krisenmanagement geübt. "Deutschland hat uns nicht schon beim ersten Krankheitsfall informiert, sondern erst, als es bereits den ersten Toten gab", sagte der polnische Landwirtschaftsminister Marek Sawicki gegenüber der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Die Welt" am Rande des EU-Agrarrats im ungarischen Debrecen. "Wir sind sehr besorgt über die deutschen Kontrollen. Die Informationen kommen erst mit langer Verspätung bei uns an", fügte er hinzu.

Schon beim Dioxin-Skandal zu Jahresbeginn hätten die deutschen Behörden viel zu langsam gehandelt. "Deutschland ging das Problem an, ohne die anderen Mitgliedsländer zu informieren. Erst drei Monate später bekamen wir die notwendigen Angaben", so Sawicki. Polen meldete am Montag den ersten EHEC-Verdachtsfall. Eine Frau wurde in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie hatte zuvor Hamburg besucht. Auch in anderen EU-Staaten wächst der Unmut über den Umgang Berlins mit der Krise. Die spanische Regierung erwägt Schadensersatzforderungen gegen Deutschland, weil durch die Schließung von zwei Betrieben die gesamte Landwirtschaft betroffen sei und enorme Umsatzeinbußen hinnehmen müsse.
Ungarn / Polen / DEU / Gesundheit
31.05.2011 · 10:08 Uhr
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