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Poker um Opel-Rettung - Magna und GM einig

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Berlin (dpa) - Bei den Rettungsbemühungen für Opel gibt es Fortschritte. Dies verlautete am Abend aus Berlin, wo Regierungsvertreter mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und dem Opel-Mutterkonzern General Motors um die Zukunft des Autobauers ringen.

Eine erste Prüfungsrunde ist abgeschlossen. Das Ergebnis sei aber nach wie vor offen, hieß es. Zentrales Problem ist weiterhin der staatliche Überbrückungskredit für Opel. Bund und Länder mit Opel-Standorten wollen sicherstellen, dass keine Steuergelder aus Deutschland abfließen.

Zuvor hatten sich Magna und General Motors auf eine Lösung verständigt. Wie es hieß, erreichte Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei einem Gespräch mit Magna-Chef Frank Stronach die Verständigung. Die Bundesregierung hatte zur Bedingung für ein weiteres Spitzentreffen gemacht, dass Magna und die US-Seite etwas Substanzielles sowie «entscheidungsreife Verträge» vorlegen.

Auf einem Sondertreffen in Brüssel sprachen Deutschlands europäische Partnerländer der Bundesregierung eine Führungsrolle bei der Rettung von Opel zu. Es handle sich zwar um ein «europäisches Problem», im Anfangsstadium der Rettung der europäischen GM-Töchter habe Deutschland aber eine «führende Rolle». Besonders Schweden und Belgien hatten sich besorgt gezeigt, dass die Rettungsbemühungen Opels zu Lasten schwedischer und belgischer Standorte gehen.

GM steht kurz vor der Insolvenz und droht die europäischen Töchter Opel, Saab (Schweden) und Vauxhall (Großbritannien) mit in den Abgrund zu reißen. Die Teilnehmer der Konferenz pochten darauf, dass Staatshilfen nicht an Bedingungen wie den Erhalt von heimischen Arbeitsplätzen geknüpft werden dürfen.

In den USA laufen die Vorbereitungen zur GM-Insolvenz auf Hochtouren. Die offizielle Ankündigung wird am Pfingstmontag bei einer Rede von US-Präsident Barack Obama erwartet, wenn das von ihm gestellte Ultimatum für den gut 100-jährigen Opel-Mutterkonzern abläuft. Bereits bis zu diesem Samstagabend müssen die Gläubiger entscheiden, ob sie die zur Rettung von GM geplante weitgehende Verstaatlichung mittragen. In diesem Fall wird auf eine schnelle Sanierung von GM gehofft, wobei der Staat die Finanzierung übernehmen würde. Nach Medienberichten sind mindestens 50 Milliarden Dollar nötig, neben den bisher bereits geleisteten Hilfen von knapp 20 Milliarden Dollar.

An der Börse löste die bevorstehende Insolvenz einen Kurssturz aus. Die GM-Aktie fiel in New York um weitere 20 Prozent zum Vortag auf unter 1,00 Dollar.

Die Bundesregierung versucht, die Finanzierungsrisiken im Fall Opel so klein wie möglich zu halten. Nach den Worten des stellvertretenden Regierungssprechers Thomas Steg will Berlin keine Rettung um jeden Preis. Zusätzliche Risiken seien dem Steuerzahler nicht zu vermitteln.

Der italienische Autobauer Fiat wollte nicht mehr an dem Krisentreffen im Kanzleramt teilnehmen. Der Konzern erklärte dies mit der Entwicklung der Verhandlungen. Die neuen Geldforderungen des Opel-Mutterkonzerns GM «würden Fiat dazu zwingen, Opel finanziell zu unterstützen und sich damit unnötigen und irrationalen Risiken auszusetzen», gab Fiat-Chef Sergio Marchionne bekannt. Er zeigte sich «überrascht und enttäuscht von den letzten Phasen der Verhandlungen».

Laut Steg will die Bundesregierung eine staatliche Zwischenfinanzierung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für Opel nicht weiter aufstocken. In der Nacht zum Donnerstag hatte GM überraschend einen schnellen Finanzbedarf von rund 300 Millionen Euro angemeldet.

Auto / Opel
29.05.2009 · 22:25 Uhr
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