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PLM - Systemintegration als ewige Herausforderung
 --- Die Entwicklungsprozesse in den meisten Unternehmen sind komplex und werden von einer Vielzahl verschiedener Tools unterstützt. Diese erzeugen die Produktdaten, die den nachfolgenden Prozessen des Produktlebenszyklus zur Verfügung gestellt werden. --- 

(pressebox) Münster, 03.05.2012 - "Integration und Automatisierung sind im PLM-Konzept entscheidende Herausforderungen für die Unternehmen!" konstatiert Cristian Wieland, Head of Analytics von RAAD Research. Daher bildete dieser Aspekt einen Schwerpunkt im Rahmen der RAAD-Befragung über den "PLM-Markt 2012", die in Zusammenarbeit mit der CONTACT Software GmbH, Siemens PLM und weiteren Partnern entstanden ist. Hierzu wurden von Juli bis September 2011 mehr als 250 Führungskräfte aus Unternehmen der Fertigungsindustrie mit mehr als 500 Mitarbeitern auch gebeten einzuschätzen, welche Aspekte von Integration beziehungsweise (fehlender) Automatisierung die Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellen. Dazu sollten die Ansprechpartner verschiedene Aspekte danach bewerten, ob sie eine große Herausforderung darstellen oder nicht.

Befragt nach den manuellen Aufwänden, die der Austausch von Daten zwischen den Systemen erfordert, zeigt sich, dass diese für fast die Hälfte der Unternehmen eine hohe oder mittlere Herausforderung darstellen. Sowohl die Automatisierung zwischen CAD und ERP/PPS als auch der Datenaustausch im Rahmen einer komplexeren CAD-Landschaft sind in vielen Fällen noch nicht hinreichend automatisiert. In diesen Unternehmen fallen damit noch manuelle Aufwände an, die Zeit rauben und langfristig höhere Kosten im Entwicklungsprozess und eine verlängerte Time-to-Market zur Folge haben können. Obwohl die Werte ähnlich hoch sind, sind nicht alle Unternehmen von diesen Herausforderungen in allen Bereichen gleichermaßen betroffen. In verteilten Entwicklungsumgebungen, bei denen Zeichnungen und Daten mit externen Partnern, sei es mit Konstruktionsdienstleistern oder Kunden und Auftraggebern, ausgetauscht werden müssen, kommt es zu der Anforderung, diesen Austausch von Daten möglichst reibungslos zu realisieren. Cristian Wieland führt aus: "Zwar ist dies noch nicht für jedes Unternehmen relevant, in Zeiten von Globalisierung und Kostendruck wird sich die Vernetzung der Partner in der Wertschöpfungskette aber immer weiter verstärken. Schließlich ist der Lebenszyklus eines Produktes in einer Exportnation wie Deutschland immer häufiger auf verschiedene Unternehmen und damit verschiedene Standorte und gegebenenfalls verschiedene Länder oder Kontinente verteilt. Entwicklung in Deutschland, Produktion im Ausland und Service weltweit."

Daraus ergeben sich Anforderungen nach einem automatischen und regelbasierten Datenaustausch der einzelnen Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebs- sowie Servicebausteine im Rahmen eines PLM-Ansatzes. Dies stellt die PLM-Strategie vor große Herausforderungen, denn nicht immer kann vorab geplant werden, welcher Partner wann und wie und mit welchen Systemen in der Wertschöpfungskette des eigenen Unternehmens eingebunden werden muss. Neben den auch hier relevanten Aspekten der Offenheit und der Integrationsanforderungen, die durch externe Lösungen ausgelöst werden, sind auch Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. Schon mehr als ein Viertel der Unternehmen stellt diese Anbindung und der reibungslose Austausch von Entwicklungsdaten vor große Herausforderungen (27 Prozent), ein weiteres knappes Drittel (32 Prozent) sehen diesen Aspekt als mittlere Herausforderung an.

In jedem Fall eine große Herausforderung ist der Aufwand für die Integration der beteiligten IT-Systeme. Über zwei Drittel der befragen Unternehmen sehen hier einen großen Aufwand, darunter nicht nur die IT-Verantwortlichen. Ursächlich dafür sind häufig fehlende Kommunikationsmöglichkeiten durch nicht offene Schnittstellen. Solange kein herstellerunabhängiger allgemein anerkannter Standard für den Produktdatenaustausch existiert, werden Unternehmen weiterhin viel Aufwand in die Programmierung und Pflege von Schnittstellen stecken müssen. Offene Standards, wie beispielsweise der offene Datenstandard "Step" von der Initiative "Prostep iViP", werden zukünftig von Anwendern immer stärker gefordert, um Integrationsbürden zumindest teilweise zu verringern.

Autor der Analyse:

Dr. Cristian Wieland

Head of Analytics

Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH

Geschäftsbereich RAAD Research

Bildmaterial zum Autor:

http://www.raad.de/news-und-presse/bildarchiv/

Kurzinformation zum Autor:

Dr. Cristian Wieland ist Mitglied der Geschäftsführung der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH und Head of Analytics des Geschäftsbereiches RAAD Research. In dieser Funktion verantwortet er den gesamten Bereich der Marktanalyse und Studienerstellung. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Dr. Cristian Wieland intensiv mit der Beobachtung der relevanten Marktentwicklungen. Seine Erfahrung als Berater für strategische, taktische und operative Fragen gründet sich auf hunderte von Einzelprojekten mit Soft- und Hardwareherstellern, sowie IT-Dienstleistern jeder Größe.

Ansprechpartner für die Presse:

Laura Anthes

Email: presse@raad.de

Telefon: +49 (251) 4880-0
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[pressebox.de] · 03.05.2012 · 11:51 Uhr · 233 Views
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