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Piratenpartei kündigt ernsthafte Politik an

Baum will mit seinen Piraten vor Allem für mehr Bürgerbeteiligung sorgen.Großansicht

Berlin (dpa) - Nach dem Überraschungserfolg für die Piratenpartei bei der Berlin-Wahl hat deren Bundesvorsitzender Sebastian Nerz eine ernsthafte Politik im Abgeordnetenhaus angekündigt.

«Wir sind gut vorbereitet, haben über 12 000 Mitglieder und Experten in allen Politik-Feldern. Wir haben jetzt die Möglichkeit, im Parlament zu demonstrieren, dass wir wirklich Politik machen können und nicht nur darüber reden», sagte Nerz dem Sender MDR Info am Montag. «Ich denke, dass uns das bundesweit viel Vertrauen geben wird.»

Der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Wahl zum Abgeordnetenhaus, Andreas Baum, räumte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa ein, dass die vor allem auf Internetthemen spezialisierte Partei inhaltlich noch einigen Nachholbedarf hat.

Der Erfolg der Piratenpartei geht aus Sicht von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), dem Sieger der Wahl vom Sonntag, auf Protestwähler zurück. «Sie haben sich von den Etablierten abgewendet, ob dauerhaft oder nur temporär, weil für einige die Wahl schon gelaufen war», sagte Wowereit bei 105'5 Spreeradio. Es sei eine neue Partei entstanden, «die sich hier im linken Lager als vierte Kraft etabliert».

Der Spitzenkandidat Baum will nun für mehr Mitspracherechte der Bürger eintreten. «Das drängendste Thema für uns ist die Beteiligung. Wie schafft man es, diesen Wunsch der Berliner, sich aktiv in die Politik einzubringen, auch stärker ins Abgeordnetenhaus mitzunehmen», sagte er der dpa.

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Piratenpartei Berlin
Wahlen / Berlin / Piraten
19.09.2011 · 12:45 Uhr
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