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Pieper: Große Koalition wäre "schlechteste Option" für Deutschland

Halle (dts) - Cornelia Pieper, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, hält eine Neuauflage der Großen Koalition nach der Bundestagswahl für "die schlechteste Option für Deutschland". "Eine noch schlechtere Variante wäre rot-rot-grün", sagte Pieper in Halle gegenüber der dts Nachrichtenagentur. Die FDP habe sich nach Aussage von Pieper bereits deshalb am vergangenen Wochenende auf eine schwarz-gelbe Koalition festgelegt, "weil die Wähler in diesem Land klare Aussagen von Parteien wollen". Die Liberalen würden daher nicht "rumwackeln" wie die Grünen. Trotz der sinkenden Umfragewerte für eine schwarz-gelbe Koalition fürchte die FDP-Politikerin keinen Wahlausgang wie im Jahr 2005: "Ich gebe mehr auf Wahlergebnisse als auf Umfragen." Es sei allerdings klar, dass nur "eine starke FDP" in einer schwarz-gelben Regierung auch liberale Ziele durchsetzen könne. "Mit sieben Prozent kann man weniger erreichen als mit 14 Prozent", so Pieper. Von der Piratenpartei, die bei dem Wahlprojekt "U18" 8,8 Prozent geholt hatte, hält Pieper jedoch "nichts". Die Piratenpartei sei "einseitig orientiert" und würde keine Konzepte für Wirtschafts- und Bildungspolitik bieten. Zu ihrer eigenen Rolle in einer möglichen schwarz-gelben Regierung wollte sich Pieper nicht äußern. Sie sei zwar "Bildungs- und Forschungspolitikerin", nach der Wahl würde es in Koalitionsgesprächen jedoch zunächst um Inhalte, und dann erst um Posten gehen. Pieper tritt in Halle als Direktkandidatin für die FDP bei der Bundestagswahl an und rechnet sich dabei gute Chancen aus: "Bei der Landtagswahl 2002 habe ich das Direktmandat nur um einen halben Prozentpunkt verfehlt. Ich will an diese guten Ergebnisse anknüpfen."
DEU / Parteien / Bundestagswahl / Internet
23.09.2009 · 22:26 Uhr
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