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Pentagon will WikiLeaks-Dokumente zurück

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Washington (dpa) - Zwei Wochen nach der Veröffentlichung tausender Seiten geheimer Afghanistan-Kriegsdokumente erhöht das Pentagon den Druck auf WikiLeaks. In fast ultimativem Ton forderte das Ministerium die Betreiber der Enthüllungswebsite dazu auf, alle veröffentlichten Dokumente zu löschen.

Außerdem soll WikiLeaks alle noch nicht publik gemachten Unterlagen herausgeben. «Wenn das Richtige zu tun nicht gut genug für sie ist, werden wir uns überlegen, wie wir sie zwingen können, das Richtige zu tun», sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morell nach Medienberichten vom Freitag.

WikiLeaks hat mehr als 76 000 Seiten geheimer Kriegsaufzeichnungen aus Afghanistan veröffentlicht und nach eigenen Angaben noch rund 15 000 Seiten in der Hinterhand. Die US-Behörden wollen verhindern, dass auch diese Dokumente noch veröffentlicht werden. Das Pentagon selbst hat Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, wer der Enthüllungsplattform die Dokumente zugespielt hat.

Das Ministerium wirft WikiLeaks vor, die Sicherheit der Truppen, Verbündeten und afghanischer Zivilisten bereits massiv gefährdet zu haben. «Die Verbreitung zusätzlicher. ...geheimer Dokumente kann den Schaden nur größer machen», sagte Morell.

Rätsel gibt eine verschlüsselte Datei auf, die WikiLeaks vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Die Datei trägt den Namen «Insurance», also «Versicherung». Experten vermuten, dass WikiLeaks den Schlüssel zu dieser Datei verbreiten wird, wenn die Behörden aktiv gegen die Internetplattform vorgeht. Über den Inhalt ist bisher nichts bekannt, aber es wird spekuliert, dass es sich um die bisher noch unveröffentlichten 15 000 Afghanistan-Seiten handelt.

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Konflikte / USA / Afghanistan
06.08.2010 · 17:48 Uhr
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